Geistliche Schätze

Zum 20-jährigen Jubiläum der Helferinnen in Rumänien ist ein Heft erschienen, in dem Helferinnen aus Siebenbürgen Zeugnis geben, was einige Grundworte der ignatianischen Spiritualität und des Charismas der Helferinnen für sie persönlich bedeuten.

AUS DER GEISTLICHEN SCHATZTRUHE DER HELFERINNEN

Grenzen in meinem Leben
Obwohl mein Helferinnenleben noch ganz kurz ist, gaben mir diese knapp drei Jahre viele Gelegenheiten für die Erfahrung unterschiedlicher Grenzen. Als erste Herausforderung stand die Aufgabe an, in der letzten dichten Phase des Studiums eine überlegte und durchbetete Entscheidung zu treffen, dann zu versuchen den Kandidatinnenstatus bewusst so zu leben, dass ich währenddessen meine menschlichen (geistlichen und psychischen) Grenzen nicht überspanne. Später kam die tatsächliche Grenzüberschreitung…
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Gehorsam in meinem Leben
Meine Provinzoberin hat mich in die Studierendenseelsorge nach Österreich gerufen. Die Arbeit war anziehend, es war für ein Jahr gedacht und ich habe Ja gesagt in der Hoffnung, dass das zu einer guten Erfahrung wird. Gegen Ende des Jahres aber wiederholte sie ihre Bitte für eine unabsehbare Zeitdauer. Das hat Angst in mir hervorgerufen…
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Mut in meinem Leben
Als ich ein Teenager war, habe ich zum ersten Mal den Roman von Gárdonyi Géza „Die Gefangenen Gottes” gelesen. Im Schauen auf das Leben der heiligen Margareta dachte ich zum ersten Mal daran, dass auch ich Ordensfrau werden könnte. Ich beging den „Fehler”, mein Geheimnis dem Pfarrer zu verraten. Ich bemühte mich danach weiterhin, auf Gottes Wegen zu gehen, dachte aber nicht mehr an Ordensleben. Ich war neunzehn Jahre alt als der Kommunismus zur Ende ging und mein Pfarrer durch seine Auslandsreisen die Helferinnen kennenlernte…
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Die Frohe Botschaft in meinem Leben
Als ich mich auf meine Ewigen Gelübde vorbereitet habe, habe ich mit diesem Artikel gebetet, in der Gewissheit, dass Gott mit mir ist, sich um mich kümmert, mich liebt und rettet. Damals hätte ich nicht gedacht, dass eine Zeit in meinem Leben kommen würde, in der ich mit diesem Artikel gar nichts mehr anfangen kann…
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Begleitung in meinem Leben
Während der Gespräche erfährt die Frau viel über Suchtkrankheit. Sie soll das Problem, mit dem sie konfrontiert ist, gut kennen. Damit gewinnt sie mehr überblick. Sie begreift, warum ihr Mann begonnen hat zu trinken. Sie versteht ihre eigene Rolle in der Geschichte, und entdeckt ihre eigene Verantwortung darin…
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Gott suchen, unterscheiden und entscheiden
Bei der Gründung unserer Ordensgemeinschaft, haben das Erkennen der Willens Gottes und die Entscheidung eine wesentliche Rolle. Das Spezifische unserer Sendung ist, „dem Menschen zu helfen, das Ziel seiner Erschaffung zu erreichen„. In dieser Sendung begleiten wir Menschen in sehr unterschiedlichen Lebensphasen und Situationen als „Gefährtinnen in Christus„. Unser Dienst ist es, Menschen zu helfen, auf ihrem Lebensweg Gott zu erkennen, seinen Ruf zu unterscheiden und sich für ihn zu entscheiden….
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Unterwegs zu Gott
Unterwegs zu Gott zu sein, bedeutet für mich immer auch gleichzeitig: unterwegs mit Gott zu sein.
Die Bibel ist voll mit Worten des Aufbruchs, des Unterwegsseins. So bricht Abraham noch im Alter auf, um der Verheißung zu folgen: „Zieh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.“…

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Läuterung in meinem Leben
Als Helferin habe ich in Marosvásárhely gelebt und gearbeitet. Während eines Winters habe ich erlebt, was es heißt, wenn einem jemand im eigenen Leid beisteht, und wie das Leid zum Weg der Läuterung werden kann: zu einem Weg, durch den das menschliche Leben noch mehr in Gott hineingeflochten wird, und durch den die Liebe zu Ihm, das Vertrauen, sich Ihm anzuvertrauen noch größer wird. …
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Das Leid im Exerzitienprozess – als der Weg der inneren Reinigung
Unsere Spiritualität gründet in den Exerzitien des Ignatius von Loyola. In der Anfangsphase der Exerzitien lädt mich Gott ein, seiner großzügigen Gnade und seiner ganz persönlichen Liebe zu mir, die Er mir schenken möchte, zu begegnen. Durch diese Begegnung werde ich fähig zu erkennen, wo ich statt dem, was mich zu einem Mehr an Leben führt, das wähle, was mich weniger leben lässt bzw. wo ich mich in mir selbst verschließe, wo ich statt lebendigen Beziehungen den Tod wähle. Das Leiden in dieser Phase wird von den ungeordneten Anhänglichkeiten verursacht…
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Hoffnung in meinem Leben
Hoffnungsträgerinnen sein oder: selbst dann noch hoffen, wenn alles hoffnungslos erscheint? Auch in Situationen der Auswegslosigkeit, der Machtlosigkeit, auch dann, wenn der Tod alles im Griff zu haben scheint? Auch dann, wenn der Fluss des Lebens nicht mehr so weiterlaufen kann wie zuvor, wo man scheinbar nichts mehr tun kann? Ist es möglich, auch in solchen Situationen noch zu hoffen? Diese Fragen haben mich beschäftigt, als ich mit den Eltern von sozial benachteiligten Kindern gesprochen habe…
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Das Pascha-Mysterium in meinem Leben
Während meiner 30-tägigen Exerzitien habe ich die verschiedenen Stationen im Leben Jesu betrachtet und dabei immer wieder über seine tiefe, innige, geheimnisvolle Beziehung zum Vater gestaunt, insbesondere bei der Taufe Jesu, den Versuchungen in der Wüste, beim Besuch in Nazareth, bei seinem Gebet nach der Brotvermehrung, in seinen Abschiedsreden, im Garten von Getsemani und auf Golgota. Etwas von dieser Einheit erahnend, die den Sohn mit dem Vater verbindet, haben mich die Worte des leidenden Jesus noch stärker berührt…
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Grenzenlose Liebe in meinem Leben
In die Fußstapfen Marias von der Vorsehung tretend, bin auch ich dem Ruf gefolgt, mich selbst, meine Familie, mein Heimat, meine Kultur und meine Muttersprache zu überschreiten. Schon seit zehn Jahren lebe ich in Indien. Hier habe ich erfahren dürfen, dass das Band, das mich mit meinen Mittschwestern, meiner Familie und meinen Freunden verbindet, trotz der Distanz an Stärke zunimmt. Zu meiner überraschung habe ich auch entdeckt, dass dieselbe Musik, die ich im Tiefsten meines Herzens höre, auch im Herzen vieler anderer Helferinnen, die auf einem anderen Erdteil leben, anklingt. (Ich durfte unsere Schwestern in Hong Kong und Taiwan besuchen und sie und einen Ausschnitt ihrer Lebenswirklichkeit kennenlernen.) Die Aufzählung könnte ich fortsetzen…
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Die Vorsehung in meinem Leben
Die Begegnung mit der Vorsehung, das Vertrauen in sie habe ich schon als Kind gekannt. Die Bezeichnung für das, dem meine Großmutter und meine ganze Familie sich anvertraut haben, habe ich nicht gekannt. Ich wusste, dass es etwas ist, mit dem man rechnen kann, rechnen muss, auch bei schweren Aufgaben im Alltag…
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Hingabe in meinem Leben
Schon damals hat es mich beschäftigt, warum sich Jesus ganz für uns hingegeben hat, obwohl wir das nicht verdient haben. Was bedeutet das? Ich konnte nicht viel damit anfangen, ich wusste nur, das dies etwas Schwieriges und Wunderbares ist. Es baut auf die Liebe und nicht auf Egoismus…
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Leben in Gemeinschaft und Familiengeist
Wir sind eine Ordensgemeinschaft und nicht eine Familie. Wieso reden wir dann von Familiengeist? Nicht wir haben einander ausgesucht, sondern die Liebe Christi hat uns zusammengeführt. Dass wir versuchen, auf diesen Anruf mit unserem ganzen Leben zu antworten, ist uns zweifellos zutiefst gemeinsam; gleichzeitig aber sind wir sehr verschieden in unserem Lebensrhythmus, Temperament, Charakter, Erziehung, Alter, Nationalität…
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