Hoffnung

„Für eine Hoffnung über Grenzen hinweg“ ist ein wichtiger Kerngedanke von uns. Nicht selten hören wir in unserer Gesellschaft: „Das hat alles keinen Sinn“, „da ist alles verloren“ oder „da lohnt es sich nicht, sich noch weiter darum zu bemühen“. Und auch wir selbst kennen Erfahrungen, wie sich Hoffnungslosigkeit in uns breitmacht, Erfahrungen von Enttäuschung, von Kraftlosigkeit und Orientierungslosigkeit.

Und gleichzeitig spüren wir immer wieder auch die Einladung, Menschen und Situationen nicht vorschnell fallen zu lassen. Christus lädt uns ein, einen inneren Weg zu gehen, zu vertrauen und uns mit dem einzubringen, was uns möglich ist. Wir dürfen lernen versöhnter mit unseren eigenen Grenzen umzugehen und dürfen uns von ihm aufrichten lassen. Ein verkrampfter Blick auf all das, was uns an unseren Mitmenschen stört, darf sich weiten und wir dürfen entdecken, welche schönen Seiten und Potentiale in ihnen liegen. In Situationen, in denen wir nicht weiterwissen, dürfen sich neue Perspektiven auftun.

Wir spüren, dass es Christus ist, der uns dazu befreit, diesen inneren Weg zu gehen. Es bleibt ein lebenslanger Prozess, immer wieder neu in diesen inneren Weg einzuschwingen. Es kann uns Kraft kosten, doch wir spüren, dass es uns zu mehr Lebendigkeit, Freude und Zuversicht führt. Mit dieser neuen, hoffnungsvollen Haltung möchten wir uns in diese Welt einbringen. Wo Grenzen zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen gezogen werden, möchten wir Brücken bauen. Wo die Perspektive des Todes Leben sinnlos erscheinen lässt, glauben wir, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Und wo Menschen angesichts aussichtsloser Situationen gelähmt sind, wollen wir mitgehen, sie begleiten und staunen immer wieder dankbar, wie bisweilen dennoch ein Funke Hoffnung Raum gewinnt.

Hoffnung über Grenzen hinweg