Zeugnisse

Christa Baich

Christa Baich

Die Weite und Freiheit, die in der Ignatianischen Spiritualität liegen, sind mir in meiner Arbeit und meinem Leben wichtig:
„Gott in allen Dingen suchen und finden“ (Ignatius v. L.), ein entschiedenes Leben und die alltägliche „Unterscheidung der Geister“ im Nachdenken, Beten, Austausch mit Mitschwestern und FreundInnen sowie im Erleben von Natur und Musik, helfen mir, mein Leben als Christin zu gestalten.
Als Personalentwicklerin der Erzdiözese Salzburg, in der Exerzitien-, Sterbe- und Geistlichen Begleitung begleite ich Menschen auf ihren Wegen des Wachsens und der Versöhnung.

Bajkó Juliánna

Bajkó Juliánna

Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister, wo wohnst du?
Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Joh 1,35-39
Für mich ist es im Wirbel des Alltags einerseits eine Herausforderung, aber gleichzeitig gibt es mir auch Hoffnung, einem Jesus nachzufolgen, der mich so offen und konkret fragt: „Wen suchst du?“
Wenn ich die Ereignisse des Alltags manchmal verwirrt, manchmal staunend betrachte, frage ich zurück: „Meister, wo wohnst du?“
Die Antwort Jesu führt mich hinein in meinen Alltag, dorthin, wo ich lebe, wo ich arbeite, zu den Menschen, denen ich Tag für Tag begegne: bei einer Geburt gegenwärtig zu sein aber auch schmerzhafte Situationen auszuhalten – diese Momente gewinnen eine neue Dichte.

Bereczki Silvia

Bereczki Silvia

Die Erfahrung der unendlichen, unbedingten, persönlichen, lebensfördernden und verwandelnden Liebe Gottes hat die Sehnsucht in mir geweckt, auf die in ihr verborgene Einladung zu antworten und das bekommene Geschenk zu teilen: andere auf ihrem Weg zur Entdeckung dieses Schatzes in ihren unterschiedlichsten, oft krisenhaften Lebensphasen zu begleiten und ihnen dabei zu helfen. Das versuche ich in meiner Sendung in der Spiritualität und den Medien zu leben.
Als einen großen Reichtum erlebe ich – neben der Spiritualität und der Sendung unserer Kongregation – ihre Internationalität: die Vielfalt der Kulturen und Sendungen überrascht mich oft mit neuen Einsichten und Annäherungsweisen sowohl in meinen Beziehungen zu meinen Mitmenschen und zu Gott, als auch in meiner Selbstkenntnis.

Both Vanda

Both Vanda

Ich bitte um die Gnade, dem Herrn, der da ist (ung. VAN), immer Ja sagen zu können (rum. DA).

 

 

 

Katharina Brunner

Katharina Brunner

In meiner letzten Lebensphase mit fast 90 Jahren möchte ich stellvertretend und betend vor Gott da sein – für die Menschen, die auf dem Weg der Läuterung sind, und für die, die noch im Glauben auf dem Weg zu Gott sind. Ansonsten kann ich nur noch kleine Dienste tun, Zeit und Verständnis haben für Besuche, welche unterschiedlich auf dem Weg sind.
Ich bin dankbar und froh auf meinem Weg.

 

Czakó Ágnes

Czakó Ágnes

Als ich Ordensfrau wurde, machte ich nichts anderes als dass ich jeweils den nächsten Schritt tat und dabei aufmerksam war auf die Zeichen Gottes und die Richtung, in die mich Gott führte und rief. Diese Haltung hilft mir auch heute in meinem Alltag: aufmerksam sein, wozu mir
HEUTE die Vorsehung die Möglichkeit gibt; die Aufgaben annehmen im Wissen, dass ich die Kraft dazu bekommen werde, und die Dinge loslassen, die mich nicht betreffen. Ich möchte in jedem Dienst, den ich tue, als Mitarbeiterin des schaffenden und fürsorglichen Gottes leben.
In Csobánka sind meine Tätigkeiten: Organisation der spirituellen Programme,
Empfang der verschiedenen Gruppen, geistliche Begleitung, Seelsorge.
Ich habe Aufgaben in der Caritas vor Ort und auch in der Gemeinschaft.
„Ich tue in jeder Tätigkeit etwas Unvergängliches.“ Maria von der Vorsehung

Darvas Piroska

Darvas Piroska

Seit mehr als zwanzig Jahren lebe ich in der Gemeinschaft. Hier lerne ich, wie ich Gott in allem suchen, lieben und dienen kann. Im Alltag erfahre ich, dass Gott wie eine Melodie mein Leben und meine Arbeit begleitet.
Er leitet mich wie ein guter Tänzer, d.h. wenn ich auf Ihn aufmerksam bin und mich leiten lasse, kann ich eindeutig spüren, wann und wieviele Schritte ich tun soll, wann ich langsamer oder schneller schreiten oder mich drehen soll.
Er zeigt mir ob ich Schritte nach vorne oder zurück gehen soll. In all dem gibt es keine Steifheit, es wird nicht langweilig, sondern es ist, wie ein Pulsschlag, es ist Schwung, Dynamik, voll mit Leben, dessen Grundmelodie Gott ist. Gott suchen in allen Dingen bedeutet für mich diese Grundmelodie zu spüren und auf sie zu hören.

Doris Eder

Doris Eder

„Wähle das Leben, damit du lebst.“ Dtn 30,19
Dieser Vers aus dem Buch Deuteronomium ist mir persönlich schon sehr lange wichtig. In meiner Sendung als Volksschullehrerin (die ich zur Zeit in Wien an einer Schule mit Kindern aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen) ausübe, ist er mir Wegweiser im Umgang mit den Kindern: Leben freilegen, die Stärken der Einzelnen entdecken und fördern, mit den Schwächen liebend umgehen, das achtsame und respektvolle Miteinander fördern …
Wenn ich dabei mithelfen und begleiten darf, erfüllt mich das mit Freude und ich fühle mich sehr nah an unserem Charisma „den Menschen zu helfen, das Ziel ihrer Erschaffung zu erreichen“.

Eder Julia

Eder Julia

Ich arbeite als Krankenschwester auf einer Palliativstation.
Für mich ist es wichtig, den Menschen in dieser existentiellen Krise von Leben und Sterben beizustehen und die Hoffnung zu retten.

 

 

Ute Effenberger

Ute Effenberger

Ich bin die Seniorin in der Salzburger Gemeinschaft. Nach 20 Jahren Missionsarbeit im Tschad kam ich 2006 zurück. Seit 2007 bin ich in Salzburg und kümmere mich um Haus, Gäste, Garten und Kontakte zur Nachbarschaft. In der Pfarre bin ich im PGR, im Missions- und Sozialkreis und betreue den Pfarrgarten und den Blumenschmuck der Kirche. Einmal wöchentlich besuche ich die Schub- und Verwaltungshäftlinge im Polizeianhaltezentrum – ein Dienst, der sehr berührend ist und mich gleichzeitig mit der großen Not der Flüchtlinge konfrontiert.
In den Menschen die Hoffnung stärken und ihnen den Weg zu wahrem Leben – zur Begegnung mit Gott – ermöglichen, diese Sehnsucht begleitet und führt mich auf meinem eigenen Weg.

Elke Freitag

Elke Freitag

Seit 30 Jahren bin ich in der Pastoral tätig; 16 Jahre in Pfarreien und Pfarrverbänden, seit 14 Jahren als Seelsorgerin im Altenheim. In diesem Zusammenhang wird mir der Artikel 89 unserer Konstitutionen immer wichtiger: „Krankheit, Behinderung und Alter bringen Leiden, Einsamkeit und Entsagung mit sich, lassen aber auch Frieden, Freude und Treue wachsen. Jesus Christus lässt uns damit auf besondere Weise an seinem Geheimnis von Tod und Auferstehung teilnehmen…“
Seit 1993 lebe ich in München und ich schätze mein Apostolat im Altenheim sehr. Mal ist stärker die Einsamkeit, die Überforderung und die Krankheit, die Menschen fassungslos macht, wenn ihnen auf den ersten Blick alles genommen wird, was ihr Leben ausmacht, sie ihren Angehörigen durch Demenz verlieren.
Mal bin ich Zeugin, wie Menschen sich an Gott herantasten oder sich mehr und mehr in Gott einwurzeln. Ich erlebe mich am Rande der Gesellschaft und mitten in unserem Charisma, was mich sehr zufrieden macht.

Katharina Fuchs

Katharina Fuchs

ausbildung

brich auf
hoffnungen zerschlagen alte muster
schlagen neue töne an
höre
dein GOTT
macht aus tonscherben deines lebens

Veronika Gabriel

Veronika Gabriel

Für mich ist vielleicht der wichtigste Abschnitt im Evangelium: „Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist. Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden. Gebt, dann wird auch euch gegeben werden.“ (Lk 6, 36 – 38)
Ich möchte Christus zusammen mit Maria folgen und zulassen,dass Sein Geist durch mich wirkt und andere beschenkt. Ich vertraue auf die Vorsehung des barmherzigen Vaters im Himmel, der mir immer rechtzeitig gibt, was ich brauche, um anderen zu helfen.
Ich weiß, dass ich noch weit davon entfernt bin, mein Leben für meine Freunde hinzugeben, aber ich versuche, das von Jesus zu lernen.

Dorothea Gnau

Dorothea Gnau

Zur Zeit bin ich in Graz als Seelsorgerin für Theologiestudierende tätig. Zu meinen Aufgaben gehören beispielsweise geistliche Begleitung, Kurse zu Formen christlicher Spiritualität und Exerzitien.
Ich möchte die Studierenden dazu ermutigen und dabei begleiten, ihre Begabungen zu entdecken und zu entfalten, der eigenen Sehnsucht zu trauen und so immer mehr ihren ganz eigenen Weg zu suchen und zu finden. Räume zur Begegnung untereinander, zum gemeinsamen Suchen und Ausprobieren gehören dazu ebenso wie der Raum für das ganz persönliche Fragen nach der Beziehung zu Gott zu sich selbst und zu anderen.

Gabriela Hablecker

Gabriela Hablecker

„Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“. (Mt. 6,21)
Diese Bibelstelle begleitet mich seit Jahren und ganz besonders in meiner Sendung als Provinzökonomin. Diese Aussage in der Bibel lädt mich immer wieder neu ein, innezuhalten und nachzudenken: Was nimmt die erste Stelle in meinem Alltag, in meinem Leben ein? Dieses innehalten und neu ausrichten hilft mir, die wahre innere Freiheit einzuüben. Solche Momente erlebe ich dann als große Gnade und sie geben mir wieder Kraft für den Weg in der Nachfolge Jesu.

Karla Hasiba

Karla Hasiba

Das Helferinnencharisma ist in meinem Leben eng mit der ignatianischen Spiritualität verbunden, wie das unsere Tradition seit der Gründung uns empfiehlt.
Zur Zeit lebe ich das Charisma in der Begleitung von Menschen in Exerzitien, in verschiedenen Lebenssituationen und bei der Hospizbewegung bis zum Sterben. Ich darf diesen Dienst in Österreich, Deutschland der Schweiz und mehrmals im Jahr in Indien tun. Diese Präsenz macht mich offen für die Interkulturalität und Internationalität unserer Helferinnensendung.

Miriam Hörlesberger

Miriam Hörlesberger

Seit meinen Ersten Gelübden 1987 bin ich in der Pastoral tätig. Der Aspekt unseres Charismas: Befreiung durch Jesu erlösendes Wirken in Tod und Auferstehung trägt mich und gibt meinem Leben Sinn.
So möchte auch ich Menschen, die in ihrer Not wie gelähmt sind, beistehen, mit und für sie betend und handelnd glauben, hoffen und lieben.

 

Ilyés Erika

Ilyés Erika

In meinem Leben wirkt Gott in jedem Ereignis, in jedem Erlebnis und in jeder Erfahrung. Seine fürsorgliche Gegenwart zeigt sich in Allem.

Ich übe mich jeden Tag darin, dass ich meine Aufmerksamkeit ganz auf Ihn richte. Er lässt sich in jedem Dienst, in jedem Gesicht, in jeder Familie, der ich begegne und in jedem Gespräch finden – sei es ein Gespräch mit einem Freund/einer Freundin, oder ein geistliches Begleitgespräch. Er trägt mich in seiner Gnade. Ich spüre: es ist gut für mich als Ordensfrau zu leben.

Imre Enikő

Imre Enikő

„Du hast mich verlockt, Herr, und ich ließ mich verlocken.“
Ich habe Ihm geglaubt, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Er hat mein Herz unruhig gemacht, und ich bin unterwegs, Ihn zu suchen. Ihn zu finden ist immer ein Suchen. Wohin soll ich gehen: Er hat Worte des ewigen Lebens.
Der Weg, auf dem ich gehen möchte, ist ein Pilgerweg, ein mächtiges Abenteuer. Die Einladung, dass ich Seine Botschaft für meine Mitmenschen verkünde, ist eine Herausforderung. Meine Sendung ist ein Risiko, weil Seine Liebe radikal ist, sie bringt alles durcheinander, und verursacht Unverständnis bei den Menschen. Diese Arbeit ist übermenschlich, das kann ich nicht ohne Seine liebende Ermutigung ertragen. Aber ich fürchte mich nicht, weil Er bei mir ist, Er hat es versprochen, bis ans Ende der Welt. Ich bin nicht allein, ich arbeite mit den anderen zusammen, dass sein Reich kommen kann. Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und was in keines Menschen Herz gedrungen ist, hat Gott denen bereitet, die Ihn lieben.
Nimm an, mein Herr, mein Leben, meine Arbeit und alle meine Versuche, damit ich von Dir Zeugnis geben kann!

Eva Jakab

Eva Jakab

„Die Solidarität, die die Lebenden und die Verstorbenen miteinander verbindet, kann nicht von jener Solidarität getrennt werden, die auf der Erde alle Menschen miteinander verbindet. Erfasst von dieser Bewegung der Solidarität, empfangen wir voll Dankbarkeit die Universalität unserer Sendung; wir sind verfügbar, überall hinzugehen, wohin es auch sei.” (Konst. 22)
„Entsprechend dem Wunsch Marias von der Vorsehung, „bei allem Guten mitzuhelfen, was es auch sei”, können wir in die verschiedensten Arbeitsbereiche gesendet werden…” (Konst. 27)

Von Herbst 2010 bis Herbst 2015 lebte ich in Salzburg. Zu meiner Sendung gehörte, dass ich in einem Altersheim alte, kranke und einsame Bewohner besuchte und Krankenkommunion spendete. Ich war auch in der Pfarre und in unserem Haushalt tätig. Im Herbst 2015 wurde ich nach Nyíregyháza in Ost-Ungarn gesendet. Meine Sendung ist, dass ich vor allem in der Stadtpfarre helfe: ich arbeite vier Mal wöchentlich einige Stunden im Pfarrbüro. Ich wurde schon mehrmals eingeladen, einige Religionsstunden für andere zu halten, bei den Einkehrtagen in der Schule einen Vortrag zu halten oder ein Zeugnis vom Ordensleben zu geben. Weiterhin habe ich meinen Wunsch vor Augen, dass ich für meine alten, kranken und sterbenden Nächsten zur Verfügung stehe, indem ich im Krankenhaus oder im Altersheim Krankenseelsorge mache. Diese Möglichkeit habe ich jetzt gefunden: gemeinsam mit einem griechisch-katholischen Krankenseelsorger darf ich die Kranken im Krankenhaus von Sóstó besuchen.

Jakabos Adél

Jakabos Adél

„Die Annahme der Befreiung in Jesus Christus bringt Umwandlungen und radikale Umkehr mit sich. In der Hoffnung, daß das Reich Gottes durch diese schmerzlichen Wegstrecken hindurch anbricht, sind wir berufen, uns jenen Menschen und Gruppen zu widmen, die in Situationen der Prüfung und des Wachsens leben.“ Konstitutionen 19.
Momentan lebe ich in Gheorgheni und arbeite bei der Caritas in der Hauskrankenpflege. Mir ist es wichtig, dass die Menschen auch in der Phase von Schmerzen und Prüfungen Gottes fürsorgliche Liebe und spürbare Nähe erleben dürfen. Gemeinsam mit den Kranken kann ich täglich die Erfahrung machen, wie großartig der liebe Gott ist, und ich spüre eine immer wachsende Dankbarkeit für die Berufung und das Leben, das ich von Ihm erhalten habe.

Regina Kaltenegger

Regina Kaltenegger

„Wir haben keine andere Sicherheit als die Großzügigkeit Gottes“ (Konst. Nr 21) – dieser Satz aus unseren Konstitutionen bewegt mich immer wieder sehr tief.
Diese Großzügigkeit hat mich schon an die unterschiedlichsten Orte und zu verschiedenen Aufgaben in Österreich, Deutschland, Ungarn und Indien geführt. Ich erfahre sie auch in der Sabbatzeit, die mir nach großen Herausforderungen in den letzten Jahren jetzt gegönnt ist. Ich lebe diese Zeit in der Hoffnung, dass ich einmal sagen kann: Sie war mein „Jobeljahr“, eine „Gnadenzeit des Herrn“ (vgl. Lk 4,19), durch die ich von einigen Fesseln befreit wurde und nun mit einer neuen Perspektive weitergehen kann.
Durch diese Auszeit habe ich auch die Chance, Neues auszuprobieren. Viel Freude macht mir z. B. die Mitarbeit im Verein „Share“, der Lebensmittel gratis weitergibt, die sonst im Müll landen würden.

Brigitta Kasper

Brigitta Kasper

König David hat im Psalm 18, 20 bzw. 30 seine Verbundenheit mit Gott so ausgedrückt: „Er führt mich hinaus ins Weite… Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.“
Dieses Bild hat mich geprägt.
Jesus Christus ist für mich die Zusicherung für Gottes Gegenwart in meinem Leben als Helferin. Seine Treue,
seine Führung, seine Gefährtenschaft – durch alles hindurch – waren wichtige Erfahrungen in den verschiedensten Aufgaben meines Lebens.
Ähnlich den Worten von Papst Franziskus kann ich sagen: Voll Dank bin ich für meine Vergangenheit, mit Eifer möchte ich in der Gegenwart leben und mit Hoffnung in die Zukunft schauen.

Kedves Rita

Kedves Rita

„Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb…“ (Mk 10,21)
Ich bin tief überzeugt, dass jedes Menschenleben in der Suche und im Erleben dieser Liebe seinen Sinn gewinnt.
Meine Sendung erfülle ich im Rahmen des „Ausweg-Programms“ der Caritas Alba Iulia, wo wir für Suchtkranke und Angehörige unterschiedliche Programme anbieten: thematische Programme, Exerzitien, Beratungsgespräche, Gruppentreffen. Für gefährdete Jugendliche organisieren wir Präventionsprogramme.
In meiner Arbeit darf ich Gefährtin sein für Menschen, die viel gelitten haben, die ein erfülltes, sinnvolles Leben suchen. Ich lerne viel über die Hoffnung, über die menschliche Güte, über die innere Kraft des Menschen, über seinen Glauben, über die vielfältige Gnade Gottes, über Seine Liebe und Güte. Ich bin dankbar für meine Berufung, für die vielen Menschen, die mir auch geholfen haben und heute noch helfen, dass ich jeden Tag immer neu das Leben suche und finde, und dafür, dass ich in dieser Suche anderen auch helfen kann.

Kerekes Izabella

Kerekes Izabella

„Du aber wähle das Leben“ – diese Worte der Bibel sind mir sehr wichtig geworden.
Obwohl ich das Christentum erst als Erwachsene kennengelernt habe, war es eine entscheidende Erfahrung in meiner Kindheit und Jugend, dass ich Gott suche, und Gott mich sucht. Wir treffen uns an unerwarteten Orten, in Krisensituationen und ihren Lösungen, in Krankheit und Heilung, in Heimatlosigkeit und menschlicher Liebe, in Verletzungen und Versöhnung.
Wenn ich das Charisma unseres Ordens lebe – Menschen in schwierigen Situationen begleiten, ihnen helfen, die Chance, die in einer Krise liegt zu ergreifen – ist es mir möglich, aus meiner tiefen Sehnsucht zu leben.
Meine Grundberufung ist zu heilen, das lebe ich derzeit als Kinderärztin und Psychotherapeutin.
Ich freue mich, dass ich im zivilen Bereich arbeite, wo ich viele Menschen treffen kann, die bewusst oder unbewusst Gott suchen. Ihnen möchte ich helfen, dass sie das Leben wählen.

Christine Klimann

Christine Klimann

Meine Arbeit in der Pfarrei ist so bunt wie das Leben selbst.
Kindergottesdienste und Trauergespräche, Exerzitien im Alltag und Firmwochenenden, Geburtstagsbesuche und Jugendleiterrunden, Beerdigungen und Taufgespräche…
Diese Fülle ist zwar manchmal herausfordernd, aber ich mag das „ganz Normale“ an meiner Arbeit und staune darüber, dass manchmal in den Begegnungen Gott durchscheint.
Ich möchte achtsam sein und neugierig auf die Gegenwart Gottes – in meinem Leben und im Leben der Menschen, mit denen ich zu tun habe. Er wirkt. Er nimmt uns ernst und er kann alles verwandeln. Und so wird das Leben zu einer Entdeckungsreise voller Überraschungen…

Birthe Kröncke

Birthe Kröncke

Ich lebe seit einem halben Jahr in der Noviziatsgemeinschaft in Cergy (Frankreich) mit. Es ist eine kulturell bunt gemischte Gemeinschaft. Neben den Novizinnen, die aus verschiedenen Ländern Europas stammen (zurzeit aus Rumänien, Österreich und Deutschland) leben mit mir noch drei französische Schwestern. „Wir glauben, dass es für die Liebe keine Grenzen gibt“, so heißt es in unseren Konstitutionen. Und: „Wir kommen aus sehr verschiedenen Milieus und Ländern; wir wollen die Unterschiede achten und uns durch das Annehmen der Werte, die die anderen in sich tragen, verwandeln lassen.“
In einer Welt, wo so viel Spaltung, Zerrissenheit, so viel Angst vor dem Fremden, Anderen da ist, wollen wir die Frohbotschaft leben: Für die Liebe gibt es keine Grenzen! Die Andere, die vor mir steht, die neben und mit mir wohnt, macht mein Leben reicher und weiter. Ich kann von ihr lernen, von ihren kulturellen und persönlichen Werten, und sie kann von mir lernen. In aller Verschiedenheit – jede einzelne bringt neben kulturell bedeutsamen Werten doch auch ihre ganz persönliche Färbung mit in die Gemeinschaft, ihre lebensgeschichtliche Formung, ihre Vorlieben, ihre charakterlichen Stärken und auch Schwächen – ist es möglich, die Grenzen des eigenen Herzens zur anderen hin zu weiten – wenn Jesus Christus derjenige ist und bleibt, auf den wir schauen, der die Mitte unseres Herzens und die Mitte unseres Zusammenseins bildet. In Jesus Christus wird unser Zusammensein zur Quelle der Freude, der gegenseitigen Bereicherung, des Wachsens und Reifens.

Carla Leber

Carla Leber

„Wir haben keine andere Sicherheit als die Großzügigkeit der Liebe Gottes“ (Konst. 21)
Mit großer Dankbarkeit blicke ich auf mein Leben zurück. Ich durfte in einem langen Prozess – vor allem durch die Exerzitien – an diese Großzügigkeit der Liebe Gottes glauben lernen.
So ist es mir ein tiefes Bedürfnis mitzuhelfen, dass Menschen lernen sich dieser Liebe anzuvertrauen. Seit 20 Jahren lebe ich in Kirchschlag und habe viele Möglichkeiten dazu, bei der Begleitung vor allem von kranken, sterbenden und trauernden Menschen. Meine Sendung macht mich glücklich und erfüllt mich ganz.

Waltraud Leitner

Waltraud Leitner

Meine Sendung sind Dienste im Haus. Sie bestehen vor allem darin, eine Atmosphäre zu schaffen in der sich alle wohlfühlen können. So ist es auch möglich, dass Menschen bei uns jemanden antreffen, wenn sie kommen und andere, die ein paar Tage der Ruhe und Einkehr suchen, Gastfreundschaft finden können. Ich habe auch einige Kontakte in der Pfarrei und besuche alte und kranke Menschen.
Ich bin die älteste in der Gemeinschaft und es wird mir immer mehr bewusst, dass Altwerden eine Aufgabe ist, und jetzt meine Aufgabe ist. Alles geht langsamer, die Kräfte nehmen ab und doch erlebe ich jeden Tag als ein Geschenk Gottes, das ich nutzen möchte, um Ihm bewusst entgegenzugehen und mich seiner Hand zu überlassen.

Martha Liberda

Martha Liberda

Mein Apostolat in der Altenseelsorge führt mich zu Menschen, die mit ihrem Alter, ihrer Gebrechlichkeit, ihren Krankheiten sehr unterschiedlich umgehen. So habe ich die Möglichkeit, mit Gesprächen, Zuhören, Spazierengehen, Andachten…
Freude und Abwechslung in ihr Leben zu bringen. Dies entspricht auch dem Wunsch unserer Gründerin, bei allem Guten mitzuhelfen, was es auch sei.

Regina Mair

Regina Mair

Die Grunderfahrung meines Lebens ist dass Gott, der „Ich-bin-da” mich trägt, wachsen lässt und in Jesus von Nazareth mir Seine persönliche Freundschaft anbietet und mich teilhaben lässt an seiner Sendung. „Den Menschen helfen, Gott zu begegnen“ (Konst. 25 ) hat mich in 5 Ländern, 4 Sprachen und 3 Jahrzehnten in unterschiedlichen Aufgaben geleitet. Als Krankenhausseelsorgerin darf ich jetzt Erinnerung und Zeugin der Gegenwart Gottes sein, manchmal auch da, wo sich Abgründe im Leben auftun. Bei den Studierenden freue ich mich, dass das Projekt „Deutsch mit Herz“ für Migranten und Flüchtlinge ihnen Gelegenheit gibt, sich zu engagieren und im solidarischen Miteinander über Grenzen hinweg zu wachsen. Vielleicht ergibt sich in Zukunft auch in Wien wieder die Möglichkeit in geistlichen Programmen Menschen zu ermutigen, sich dem Leben schaffenden Wirken Gottes anzuvertrauen.
Die Frohe Botschaft, die wir empfangen haben, muss weitergegeben werden: Wir empfinden das als dringende Notwendigkeit. Mit unserem ganzen Leben und unserem Wort möchten wir den Menschen helfen, Gott zu begegnen. Wenn wir in Wahrheit verkünden wollen, dass Gott Vater ist, müssen wir daran arbeiten, dass zwischen uns und allen Menschen Beziehungen der Liebe und der gegenseitigen Achtung entstehen, damit der absolute Wert aller Menschen, vor allem der Armen und Geringen, anerkannt werde. (Konst. 25)

Mihály Mária

Mihály Mária

„Durch Ihn, mit Ihm und in Ihm“ diese zentralen Worte der Eucharistiefeier sind für mich mehr und mehr die zentralen Worte geworden, die meinen Alltag prägen, ihn umwandeln und umfangen.
Mit Ihm, ja durch Ihn kann ich meinen Alltag und meinen Dienst an meinen Mitschwestern und Mitmenschen in Indien leben, als Oberin, als Verantwortliche für die Ausbildung, als Mensch.
Durch Ihn, mit Ihm und in Ihm wird mein Leben reich, abwechslungsreich und mit Sinn erfüllt.

Hemma Muschick

Hemma Muschick

Ich habe mehr und mehr entdeckt, dass die gemeinsame Dynamik, die sich durch meine verschiedenen Lebensbereiche zieht und alles verbindet, eine tiefe Sehnsucht nach Ganzheit ist, nach Fülle des Lebens, ob ich jetzt Geige spiele oder Menschen in Exerzitien begleite…
Diese tiefe Sehnsucht richtet mich auf Gott aus, den Gott des Lebens, der erschafft, formt, erfüllt. Ich finde mich, wer ich bin, am tiefsten in Beziehung zu Gott. Und es ist diese Beziehung, die wie ein roter Faden durch mein Leben geht und die mich ins Ordensleben geführt hat.

Elisabeth Pamperl

Elisabeth Pamperl

„Als Helferinnen stehen wir alle gemeinsam im Dienst derselben universalen Sendung, wir sind verfügbar, überall hinzugehen…“ (Konst. 149)
Beim Wort „überall“ denkt man wohl zuerst an die Vielfalt von Orten, wohin Helferinnen bereit sind zu gehen, aber es umfasst auch die Vielfalt von Aufgaben (sofern die Schwester die Fähigkeiten dazu hat). In diesem Sinn wurde ich gebeten, den Ort meines Einsatzes ins Provinzsekretariat in Wien zu verlegen. Denn in unserem internationalen Institut sind Kommunikation und Information unter den Schwestern wichtige Mittel, um in der gemeinsamen Sendung verbunden zu sein.
Jeden Tag mache ich als Provinzsekretärin die Erfahrung, dass sich Gott auch am Computer und unter viel Papier finden lässt. Es bleibt mir aber auch Zeit, um direkt bei den Menschen zu sein, z.B. wenn ich jede Woche einen Nachmittag mit einer Gruppe von Senioren unserer Pfarre verbringe.

Patka Mária

Patka Mária

„Denn ich, ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe – Spruch des Herrn -, Pläne des Heils und nicht des Unheils, denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.“ (Jer 29,11)
In meinem Leben, so wie auch in meiner Sendung, habe ich immer wieder sehen können, wie dieses Versprechen, wie dieses Geheimnis zum Vorschein kommt:
– wie ein Kind in einer schwierigen Situation wieder vertrauen kann
– wie ein Jugendlicher mit Behinderung das Einfache im Leben wertschätzen kann
– wie kranke Menschen Jesus als ihrer Heilsquelle, als ihrem Heiland begegnen
– wie in konfliktreichen Situationen Versöhnung möglich ist, wo Neuanfang geschehen kann
– wie…
Diese Zusage Gottes ist das, was mich täglich begleitet und mir Kraft gibt, – auch um Seinen Zuspruch anderen weiter zu bezeugen.

Margarete Pieber

Margarete Pieber

„Wir kommen aus sehr verschiedenen Milieus und Ländern; wir wollen die Unterschiede achten und uns durch das Annehmen der Werte, die die anderen in sich tragen, verwandeln lassen.“ (Konstitutionen 73)
Mit Staunen habe ich in den Jahren meines Ordenslebens immer mehr wahrgenommen, dass so wirklich Wandlung geschieht und mir Menschen wertvoller werden und ich ihnen.
So lerne ich die Schöpfung mit den Augen Gottes zu sehen und zu lieben und mitzuarbeiten an einer geschwisterlichen Welt.

Angelika Pohn

Angelika Pohn

„Hoffe auf den Herrn und sei stark, hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!“ Psalm 27
Ein großer, schmerzlicher Einschnitt in meinem Leben war der plötzliche Tod meines Vaters als ich 18 Jahre alt war. Eine Hilfe war mir damals bereits mein Vertrauen darauf, dass es einen liebenden Gott gibt, bei dem mein Vater nun geborgen ist. Seit meinem Eintritt in die Gemeinschaft der Helferinnen im Jahr 1999 hat sich die Ahnung, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, dass es eine Verbindung über den Tod hinaus gibt, in eine tiefe Gewissheit verwandelt. Die wachsende Beziehung zu Jesus, seine Barmherzigkeit und heilende Kraft, die Erfahrung, dass Versöhnung über die Grenzen des Todes hinaus möglich ist, ist ein tragender Pfeiler für mein Leben geworden, wofür ich sehr dankbar bin.

Rosina Sallinger

Rosina Sallinger

Seit September 2000 lebe ich – mit einer Unterbrechung – in Aachen, der westlichsten Stadt in Deutschland, die direkt an Holland und Belgien grenzt.
(Ein internationales Dreiländereck.)
Nach pastoralen Tätigkeiten und internen Aufgaben begann in gewissen Sinne ein neuer Abschnitt. Es eröffnete sich bald ein vertiefter Weg in den Bereich der Altenpflege, wo ich seither tätig bin.
Mit Menschen in ihren letzen Lebensabschnitten einen Weg zu gehen, äußert sich für mich konkret und praktisch in der alltäglichen Pflege, wo Beziehung entsteht. Der Aufbau von Palliativ-Care gibt mir dabei noch hilfreiche Grundlage.
Mir ist es ein Anliegen, den ganzen Menschen im Blick zu haben und dabei versuchen in der Begegnung die liebende Zuwendung Gottes, auch in kleinen rituellen Zeichen, in ihrem meist wenig abwechslungsreichen Alltag aufleuchten zu lassen. Auch im Sinne den Worten eines Bischofs: „Das Gerücht von Gott wach zu halten.“

Monika Scheriebl

Monika Scheriebl

Christus hat mich in der Jugendzeit mehr und mehr an sich gezogen. Im näheren Kennenlernen der Helferinnen spürte ich, dass dies auch für mich ein Weg sein kann. Und er hat mich gerufen! Ich möchte beitragen, dass die Menschen das Ziel ihres Lebens erreichen. Das kann ich mit den vielen kleinen Aufgaben in unserer Pfarre aber auch in meiner Gemeinschaft verwirklichen.
So ist mein Leben erfüllt mit Sinn und Dankbarkeit für die Dienste, die ich noch beitragen kann.

Annemarie Schmid

Annemarie Schmid

Ordensinterne Aufgaben, Gemeinschaftsleben, Dienstreisen und die verschiedenen geplanten und spontanen Begegnungen unterwegs prägen mein Leben. Dabei ist es mir wichtig, Gott in den Menschen und Ereignissen zu suchen und zu finden, in denen er nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist. Diese Erfahrungen machen mein Leben reich und bunt und helfen mir bei Entscheidungen und in der geistlichen Begleitung und der Exerzitienbegleitung.
Je älter ich werde, umso wertvoller wird mir jeder Tag. Ich erlebe ihn als Geschenk, das ich nicht einfach unbeachtet liegenlassen möchte. ähnlich geht es mir beim Rückblick auf mein Leben. Es war nicht immer leicht und es hielt Überraschungen für mich bereit, die mich oft aber nicht immer erfreut haben. Ich habe mich auch nicht immer auf Gott und seine Führung ausgerichtet. Und doch erfüllt mich der Rückblick mit Dankbarkeit und Freude, dass ich mein Ja zu seinem Ruf gesagt habe.

Maria Schütz

Maria Schütz

„… Wenn wir in Wahrheit verkünden wollen, dass Gott Vater ist, müssen wir daran arbeiten, dass zwischen uns uns allen Menschen Beziehungen der Liebe und der gegenseitigen Achtung entstehen, damit der absolute Wert aller Menschen, vor allem der Armen und Geringen, anerkannt werde.“ (Konstitutionen 25)

Ich bin dankbar, dass ich als pensionierte Beratungslehrerin mir für die vielen kleinen Dinge Zeit nehmen kann, die eine Wohnung zum Lebensraum machen, in dem sich „Beziehungen der Liebe und der gegenseitigen Achtung“ entfalten können:
kochen und andere Haushaltstätigkeiten, Besuche empfangen, mir Zeit für ein Gespräch zwischendurch nehmen… Außerdem habe ich Zeit, Tagungen vorzubereiten oder andere zu besuchen, bei internen Übersetzungen und anderen internen Aufgaben zu helfen. Nach außen hin versuche ich, meine Berufserfahrung zu nützen, indem ich mit Flüchtlingen Deutsch lerne und bei einem „Lerncafé“ mitarbeite.

Sigrid Spannagel

Sigrid Spannagel

In meiner Jugend hatten die Chansons des französischen Jesuitenpaters, Aimé Duval, großen Einfluss auf mich, v.a. „Seigneur, mon ami“ (Herr, du mein Freund).
Dieses Gefühl der Freundschaft begleitet mich bis heute, obwohl ich respektvoller geworden bin und Christus nicht mehr so als „Kumpel“ ansehe.
Seit zwei Jahren ist es mehr Gott-Vater, der mir näher und näher kommt, besonders der barmherzige Vater… Ich bin mir wohl bewusst geworden, wie sehr ich der Barmherzigkeit bedarf.

Regina Stallbaumer

Regina Stallbaumer

Den Gedanken unseres Charismas „für eine Hoffnung über Grenzen hinweg“ habe ich sehr schätzen gelernt. Ausgehend von der Würde jedes Menschen ist es mir wichtig Grenzen zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Generationen, sozialer Hintergründe etc. zu überwinden. So möchte ich bezeugen, dass die Menschheit in der Verbundenheit und im Teilen ihre Vollendung findet – wie es unsere Konstitutionen sagen.

 

Stefanie Strobel

Stefanie Strobel

Von 2005 bis 2014 war ich Novizenmeisterin in unserer Gemeinschaft und in der glücklichen Situation, dass das Noviziat nie „leer“ war. Novizenmeisterin zu sein war für mich eine herausfordernde und zugleich bereichernde Aufgabe.
Nun bin ich seit März 2014 Provinzoberin. Eine ganz neue Herausforderung! Ich darf auf Ebene der Provinz durch diese Tätigkeit die Lebendigkeit der Schwestern in ihrer Sendung, in ihrem Gemeinschaftsleben ja, und auch auf ihrem geistlichen Weg unterstützen und fördern.
Im Evangelium wird berichtet, dass die Jünger zu Jesus zurückkommen und ihm von ihren Erfahrungen in der Sendung berichten: diesen Ort zu geben ist ganz wichtig! So wird die Sendung jeder Schwester und auch meine Sendung als Provinzoberin, ein Anteilhaben an der Sendung Jesu!

Szabó Magdolna

Szabó Magdolna

„Die Liebe Gottes, die wir durch nichts verdient haben, ist eine Frohe Botschaft, die in uns den Wunsch nach totaler Hingabe weckt. Wenn wir Jesus Christus nachfolgen, lernen wir, zutiefst in unserem Herzen diese Liebe anzunehmen. Sie ist eine verwandelnde Kraft, die in uns für die Vereinigung mit Gott und mit den Menschen öffnet und uns befreit zum Dienen.“ Konst. 35.

 

Utasi Maria

Utasi Maria

„Mitten in der Welt finden wir im Glauben die wirksame Gegenwart Gottes. Wir bemühen uns, die Werte des Evangeliums zu erkennen, die in den Menschen und Gruppen um uns bereits da sind. Wir glauben, dass jede Kultur die Erfüllung ihrer Werte und ihrer Erwartungen in der neuen Botschaft des Evangeliums finden kann.“
Konst. 24
Derzeit lebe ich in Wien, in einer Stadt, wo Menschen aus verschiedenen Länder, Kulturen kommen. Ich staune in meiner Arbeit, in meinem Alltag davor, wie sich Gott sichtbar macht in unserer Welt, in verschiedenen Wirklichkeiten, auf verschiedenen Weisen und mit welcher Kraft er uns immer wieder neue Wege öffnet, neue Möglichkeiten gibt, die wir früher uns nicht vorstellen könnten. Ich glaube, wenn wir mit Vertrauen diese neue Wege und Möglichkeiten, trotz dass sie auch vielleicht Schwierigkeiten oder Leid in sich bergen, annehmen können, werden wir immer mehr seine Fürsorge und Liebe erfahren.

Claudia Valk

Claudia Valk

Sehen, wie junge Menschen Gott suchen, innerlich heiler und freier werden, ihre Entscheidungen in Übereinstimmung mit ihrem tiefsten Inneren treffen – auch inspiriert durch Jesus Christus -, über den eigenen Tellerrand schauen und leere Teller füllen helfen, ihren Platz finden und dabei aufblühen:
Ich freue mich sehr, dass ich dabei als Studierenden-Seelsorgerin Zeugin sein kann.

Vincze Éva

Vincze Éva

„Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt“ (Jer 31,3) sagt der Herr durch den Propheten Jeremia, und diese Worte finden auch in unseren Herzen Widerhall. Diese Liebe habe ich auch gespürt, und ich möchte sie den anderen weitergeben.
„Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe“ (Lk 4,18) sagt Jesus im Evangelium nach Lukas. Er berief Jünger in seine Nachfolge, die diese gute Nachricht weitergaben. Jesus ruft uns auch heute, damit wir die gute Nachricht weitersagen.
Für mich sind jetzt „die Armen“ die benachteiligten Kinder in meiner Klasse. Ich möchte, selber aus der Fürsorge Gottes lebend, sie wieder lächeln sehen, ihnen Werte geben und sie für das Leben erziehen. Es gibt schwere Situationen, ich sehe ihr Leid, kann ihnen aber oft nicht helfen. Ich stehe nur ohnmächtig da, und betrachte die Last der Kinder. Ich denke in diesen Situationen an Gott, dass er uns genug Kraft gibt und dass er uns nicht verlässt.
Ich bin nicht alleine, und es gibt mir auch Zuversicht, dass meine Mitschwestern sich auch Mühe geben, um das Leiden der anderen zu vermindern.

Vormair Emese

Vormair Emese

Mehrere Jahre arbeitete ich in der geistlichen Begleitung und Exerzitienbegleitung in Österreich und Siebenbürgen/Rumänien. Unterwegs mit Studierenden, jungen Erwachsenen und Erwachsenen, die sich zu SeelsorgerInnen ausbilden lassen, suchten und erfuhren wir die kostenlose Liebe und Erbarmen Gottes, die uns immer mehr Mensch werden und erfüllt leben lässt.
Während eines Jahres in Paris, durfte ich die Kultur unserer Gründerin kennenlernen, in der sie lebte, betete und sprach. Diese Erfahrung formt mich täglich bezüglich des Reichtums und der Grenzen der verschiedenen Kulturen, und sie lockt mich immer tiefer in die universelle Sendung von Christus hinein, der für mich, für uns Mensch wurde und immer wird.
Mit dieser Prägung stehe ich weiter im Dienst der Begleitung von Menschen, Gott um seine Gnade bittend, daß ich die Botschaft seiner Güte, Treue und seines Friedens durchscheinen lasse.

Ingrid Vorner

Ingrid Vorner

„Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“
(Mt 10,8)

Dieses Wort Jesu leitet mich in meinem Bestreben, zu verkünden und zu bezeugen, dass Gott der Vater aller Menschen ist, mitzuhelfen dabei, Menschen zu guter, für ihre Schwestern und Brüder hilfreicher Mitarbeit im “Weinberg des Herrn” zu befähigen und so mitzuwirken am Aufbau SEINES Reiches.

Anastasia Wimmer

Anastasia Wimmer

Das Charisma unserer Ordensgemeinschaft ermutigt uns Schwester immer wieder, durch die Ausrichtung auf einen grenzenlos liebenden Gott, diese grenzenlose Liebe Gottes für alle Menschen, besonders den Menschen, die in Grenzsituationen leben, spürbar werden zu lassen.
Im Artikel 27 unserer Konstitutionen werden wir aufgefordert: „… bei allem Guten mithelfen, was es auch sei… „. In Konst. 29 heißt es dann: „Wir entscheiden uns hauptsächlich für jene Menschen, die man vergisst, die in ihrer Menschenwürde verletzt sind und die die Verkündigung der Frohen Botschaft am dringendsten brauchen. Mit unseren apostolischen Einsätzen versuchen wir, auf die dringendsten universalen Anrufe zu antworten…”
Nach einer pastoralpsychologischen Ausbildung für Beratung in der Seelsorge ist jetzt meine Sendung, sehr unterschiedliche Menschen in verschiedenen Situationen und Einrichtungen zu begleiten.
Bei all meinen Erfahrungen in der Begegnung mit Menschen sehe ich sehr deutlich, dass die Welt wirklich Gottes liebevolle Zuwendung benötigt und auch empfängt, um leben zu können, durch die Menschen, die sich füreinander in den Dienst geben und Gottes Liebe und die Nächstenliebe sichtbar machen.
Das so vielfältig zu erleben, schenkt mir Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft.

Christl Winkler

Christl Winkler

Meine Lebensthemen
Hoffnung – in allem
Lebensfreude – in allem
Gemeinschaft – in allem
Gott ein Gott des Lebens – in allem
Gott einziger Boden und Sicherheit in meinem Leben
Ich suche und frage immer wieder danach
Und bin eingeladen,
mich immer wieder neu dafür zu entscheiden.

Maria Wirtz

Maria Wirtz

„Gott, du hast mich mein Leben lang bis hier und jetzt
begleitet und kennst mich, wie du mich gemacht hast und
wie ich geworden bin. Und du liebst mich trotz und mit
alledem. Was ich bekommen habe und was in mir
gewachsen ist, drängt mich, es weiterzugeben in
Verbundenheit mit allen vergangenen, gegenwärtigen
und zukünftigen Geschöpfen in deiner Schöpfung,
zu deiner immer noch größeren Ehre, du Leben, Liebe, Licht, über-Alles,
Nichts und alles das nicht sondern noch ganz Anderer.“
Gott im Verborgenen erfahre ich jeden Tag in der Begegnung mit Menschen,
die wieder einen Anschluss an unsere Gesellschaft suchen und für die ich in
einer Einrichtung da sein darf. Dabei ist mir wichtig, diesen Menschen
Respekt vor ihren Lebensleistungen zu vermitteln und ihnen Impulse zu geben,
dass sie auf das in ihrem Leben schauen, was Gott – oft von Krankheit und
anderen Defiziten überlagert – an Sehnsucht und Lebenssinn in sie hineingelegt
hat und wo sie mehr sind als das verzerrte Bild, das sie von sich selbst haben.

Erni Zajic

Erni Zajic

Rückblickend auf mein Leben träume ich immer wieder von Gottes Liebe und Vorsorge, seiner Führung! Die Freude darüber, die Dankbarkeit, erlöst zu sein und der Wunsch, Helferin am Werk der Erlösung zu werden durch Jesus Christus, all das motivierten mich 1976 bei den Helferinnen einzutreten.
Es ist mir ein Bedürfnis, mich für Menschen in Not, deren Lebenssituation mir sehr nahe geht, glaubend und vertrauend an die göttliche Vorsehung zu wenden, hoffend gegen alle Hoffnung auf Gottes Heilswirken, wie immer es konkret ausfällt. Die Lebensfreude, die Gott für mich täglich bereithält, will ich suchen und entdecken, damit ich ihn dafür loben und ihm danken kann. Das ist meine Ausrichtung für den Rest meines Lebens.