„Weil er uns zuerst geliebt hat.“

„Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.“ (Gen 32,27)
„Ewige Gelübde“. Am 13. September in München hat Elisabeth sich endgültig in die Gemeinschaft der Helferinnen gebunden.
Nach zwei Jahren Noviziat in Cergy, Frankreich und sech Jahren Gemeinschaftsleben in Leipzig und München, nachdem sie das Leben nach Art der Helferinnen gemäß den Gelübden der Armut, Keuschheit und des Gehorsams kennengelernt und die Freiheit in der Verbundenheit mit den Schwestern erfahren hatte, bat Elisabeth darum, ihren Weg mit den Helferinnen fortsetzen zu dürfen.
Umgeben von ihrer Familie, einigen Freunden, Gemeindemitgliedern und etwa fünfzig Helferinnen aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, der Schweiz, Italien, Frankreich – und sogar Japan – feierte Elisabeth ihre endgültiges „Ja“ in der Pfarrei St. Franz Xaver, in der Nähe der Gemeinschaft, in der sie lebt.
Ich merkte, ich komme aus der Nummer nicht raus.
Du ziehst mich hinein in deine Zuwendung zu dieser Welt, deine Menschwerdung, die du bis zum Äußersten durch-lebt hast, du allein. In meiner Schwäche, in allem Versagen, im Tod – bleibst du bei deiner einen Bewegung: die Würde jedes Einzelnen wiederherzustellen, den Glanz und die Güte in uns.Ich möchte Teil dieser Bewegung sein, Teil all derer, die sich mit Dir den Menschen und dieser Welt wieder und weiter zuwenden. „Lieben, Lieben, Lieben“ – als wäre es das Leichteste der Welt.
Das kann ich nicht, nicht allein.
Ich habe dazu Gefährtinnen gefunden,
eine Form und Struktur, in die ich scheinbar hineinpasse.Lerne auf-zu-hören und aufeinander zu hören,
lerne Behutsamkeit im Umgang mit all den einkaufbaren Sicherheiten, verlerne Besitz,
lerne die Leerstelle kennen, die bleibt – und dich, unverfügbar, darin.
All das erleichtert mich – auf eine dann doch eher komplizierte Art.
All das schenkt mir Leben.Deshalb gelobe ich, Elisabeth Muche, heute am 13. September, für mein ganzes Leben Keuschheit, Armut und Gehorsam gemäß den Konstitutionen der Helferinnen der Seelen im Fegfeuer, in Gegenwart von Sr. Silvia Bereczki, Provinzoberin, als Delegierte der Generaloberin Sr. Maria Pidello. (Auszug aus der Gelübdeformel)
„Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1 Joh 4,16)



















