„Im Zeichen der Tür“ – Generalkapitel 2025

Abschluss des 22. Generalkapitels der Kongregation der Helferinnen

Eine intensive Zeit geht zu Ende. Das Generalkapitel hat bis zur letzten Minute gearbeitet!

Drei Wochen lang kamen 48 Schwestern aus verschiedenen Ländern des Instituts zusammen, um sich auszutauschen, zuzuhören und über den Weg des Instituts für die nächsten sechs Jahre nachzudenken und konkrete Vorschläge zu machen.

Aus den Ideen, die in der Arbeit mehrerer Gruppen entstanden sind und im Plenum diskutiert, ergänzt und erweitert wurden, wurden Texte zu verschiedenen Themen verfasst.

Das Schlussdokument wurde in der Vollversammlung durch Abstimmung angenommen. Zu jedem Thema werden Empfehlungen und Orientierungen gegeben. Die Empfehlungen enthalten konkrete Punkte, die auf verschiedenen Ebenen umgesetzt werden sollen. Die Orienteirungen bringen wichtige Überzeugungen zum Ausdruck. In den kommenden Jahren wird sich die Kongregation daher besonders mit diesen Themen wie dem Ordensleben heute, dem Charisma und der Sendung sowie der Ausbildung befassen.

Während des gesamten Kapitels erlebten die Schwestern den Reichtum eines „synodalen” Zuhörens, d. h. eines sehr aufmerksamen und respektvollen Zuhörens, bei dem es in erster Linie darum geht, der anderen zuzuhören, Zeit zu geben, innerlich das Gehörte nachzuklingen zu lassen, und schließlich die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Austausch zu benennen.

Glücklich über den guten Verlauf des Kapitels, war es dann Zeit zu feiern und mit einer festlichen Eucharistiefeier abzuschließen, um dem Herrn für alle empfangenen Gaben zu danken, ihm die Arbeit dieser drei Wochen darzubringen und ihm das gesamte Institut anzuvertrauen.

Dem Leben hören

In den letzten Tagen wurden die Schwestern, die zum Generalkapitel zusammengekommen waren, eingeladen, den Berichten aus den verschiedenen Orten des Instituts zuzuhören.

Jedes Land und jede Einheit berichtete darüber, wie die Schwestern ihre Sendung leben. In dieser Zeit der Kriege, Unruhen und des zunehmenden Nationalismus sind viele Aspekte unseres Ordenslebens ein Zeugnis von einem friedlichen und engagierten Zusammenleben. Es wurde mehrfach betont, dass das Ordensleben den Keim einer anderen möglichen Welt in sich trägt, auch wenn sich dies nur in kleinem Maßstab zeigt.

Anschließend berichteten die Generaloberin und die Generalrätinnen sowie die Generalökonomin über ihre Arbeit in den letzten sechs Jahren. Danach gaben die Verantwortlichen für die Ausbildung der Novizinnen einen Überblick über die beiden internationalen Noviziate, das englischsprachige in Nairobi, Kenia, und das französischsprachige in Cergy, Frankreich. Sie stellten fest, dass die jungen Frauen, die zu uns kommen, manchmal bereits kleine oder große internationale Erfahrungen durch Praktika oder Studienaufenthalte im Ausland, internationale Freundschaften oder durch ihre Herkunft aus Ländern mit unterschiedlichen Kulturen gesammelt haben. Die Interkulturalität im Noviziat zu leben, ist für sie eine Herausforderung, stellt jedoch kein Hindernis dar.

Der 7. August war ein Ruhetag, an dem man die eine oder andere Gemeinschaft in der Umgebung von Paris besuchen oder kleine Ausflüge unternehmen konnte.

Eröffnung des Generalkapitels
Am Freitag, den 1. August 2025, wurde in Paris mit Freude die Eröffnung des 22. Generalkapitels gefeiert. Die teilnehmenden Schwestern (Kapitularinnen) versammelten sich vor der Kapelle, und Gudrun, die Generaloberin, rief sie eine nach der anderen auf.
Nachdem alle Schwestern die Kapelle betreten hatten, wurde das Kapitel für eröffnet erklärt.
Gudrun ergriff das Wort:
„Dieses Kapitel, das nun beginnt, steht im Zeichen der Tür. Wir sind eingeladen, zu schauen, welche Türen sich schließen und welche sich öffnen und durch welche wir hindurchgehen sollen, durch welche Türen wir Menschen zu uns einladen sollen. Seien wir uns sicher, dass Jesus selbst die Tür ist – und wer weiß, vielleicht ist sein Zuhause ein Zuhause ohne Türen, ein Zelt, das er aufstellt und wieder abbaut und das wir immer wieder neu entdecken, mit Dankbarkeit, mit Staunen, mit der Bereitschaft, uns bewegen zu lassen.“

Lasst uns gemeinsam für alle Kapitularinnen in dieser Zeit der Gnade für unser Institut beten.