Zeugnisse

Christa Baich

Christa Baich

Die Weite und Freiheit, die in der Ignatianischen SpiritualitÀt liegen, sind mir in meiner Arbeit und meinem Leben wichtig:
„Gott in allen Dingen suchen und finden“ (Ignatius v. L.), ein entschiedenes Leben und die alltĂ€gliche „Unterscheidung der Geister“ im Nachdenken, Beten, Austausch mit Mitschwestern und FreundInnen sowie im Erleben von Natur und Musik, helfen mir, mein Leben als Christin zu gestalten.
Als Seelsorgerin fĂŒr Studierende im Bistum Dresden-Meißen, in Geistlicher Begleitung und Exerzitienarbeit begleite ich Menschen auf Wegen des Wachsens und der Versöhnung.

BajkĂł JuliĂĄnna

JuliĂĄnna BajkĂł

Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner JĂŒnger standen bei ihm.
Als Jesus vorĂŒberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
Die beiden JĂŒnger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt ĂŒbersetzt: Meister, wo wohnst du?
Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Joh 1,35-39
FĂŒr mich ist es im Wirbel des Alltags einerseits eine Herausforderung, aber gleichzeitig gibt es mir auch Hoffnung, einem Jesus nachzufolgen, der mich so offen und konkret fragt: „Wen suchst du?“
Wenn ich die Ereignisse des Alltags manchmal verwirrt, manchmal staunend betrachte, frage ich zurĂŒck: „Meister, wo wohnst du?“
Die Antwort Jesu fĂŒhrt mich hinein in meinen Alltag, dorthin, wo ich lebe, wo ich arbeite, zu den Menschen, denen ich Tag fĂŒr Tag begegne: bei einer Geburt gegenwĂ€rtig zu sein aber auch schmerzhafte Situationen auszuhalten – diese Momente gewinnen eine neue Dichte.

Bereczki Silvia

Silvia Bereczki

Die Erfahrung der unendlichen, unbedingten, persönlichen, lebensfördernden und verwandelnden Liebe Gottes hat die Sehnsucht in mir geweckt, auf die in ihr verborgene Einladung zu antworten und das bekommene Geschenk zu teilen: andere auf ihrem Weg zur Entdeckung dieses Schatzes in ihren unterschiedlichsten, oft krisenhaften Lebensphasen zu begleiten und ihnen dabei zu helfen. Das versuche ich in meiner Sendung in der SpiritualitÀt und den Medien zu leben.
Als einen großen Reichtum erlebe ich – neben der SpiritualitĂ€t und der Sendung unserer Kongregation – ihre InternationalitĂ€t: die Vielfalt der Kulturen und Sendungen ĂŒberrascht mich oft mit neuen Einsichten und AnnĂ€herungsweisen sowohl in meinen Beziehungen zu meinen Mitmenschen und zu Gott, als auch in meiner Selbstkenntnis.

Both Vanda

Vanda Both

Seit September 2023 bin ich die Verantwortliche fĂŒr die Ausbildung der Frauen, die das Ordensleben in unserer Helferinnenfamilie beginnen. Das ist ein neues Abenteuer fĂŒr mich, eine sensible und sehr schöne Aufgabe. Durch die Novizinnen habe ich die Möglichkeit, ĂŒber Gottes Wirken im Leben jeder einzelnen zu staunen und etwas von seiner Art und Weise zu erfassen, wie er mit verschiedenen Menschen und Persönlichkeiten in Kontakt kommt und bleibt. Dies und viele andere Geschenke Gottes in dieser Welt zu sehen, macht mich dankbar.

Czakó Ágnes

Ágnes Czakó

Als ich Ordensfrau wurde, machte ich nichts anderes als dass ich jeweils den nĂ€chsten Schritt tat und dabei aufmerksam war auf die Zeichen Gottes und die Richtung, in die mich Gott fĂŒhrte und rief. Diese Haltung hilft mir auch heute in meinem Alltag: aufmerksam sein, wozu mir
HEUTE die Vorsehung die Möglichkeit gibt; die Aufgaben annehmen im Wissen, dass ich die Kraft dazu bekommen werde, und die Dinge loslassen, die mich nicht betreffen. Ich möchte in jedem Dienst, den ich tue, als Mitarbeiterin des schaffenden und fĂŒrsorglichen Gottes leben.
In CsobĂĄnka sind meine TĂ€tigkeiten: Organisation der spirituellen Programme,
Empfang der verschiedenen Gruppen, geistliche Begleitung, Seelsorge.
Ich habe Aufgaben in der Caritas vor Ort und auch in der Gemeinschaft.
„Ich tue in jeder TĂ€tigkeit etwas UnvergĂ€ngliches.“ Maria von der Vorsehung

Darvas Piroska

Piroska Darvas

Seit mehr als zwanzig Jahren lebe ich in der Gemeinschaft. Hier lerne ich, wie ich Gott in allem suchen, lieben und dienen kann. Im Alltag erfahre ich, dass Gott wie eine Melodie mein Leben und meine Arbeit begleitet.
Er leitet mich wie ein guter TĂ€nzer, d.h. wenn ich auf Ihn aufmerksam bin und mich leiten lasse, kann ich eindeutig spĂŒren, wann und wieviele Schritte ich tun soll, wann ich langsamer oder schneller schreiten oder mich drehen soll.
Er zeigt mir ob ich Schritte nach vorne oder zurĂŒck gehen soll. In all dem gibt es keine Steifheit, es wird nicht langweilig, sondern es ist, wie ein Pulsschlag, es ist Schwung, Dynamik, voll mit Leben, dessen Grundmelodie Gott ist. Gott suchen in allen Dingen bedeutet fĂŒr mich diese Grundmelodie zu spĂŒren und auf sie zu hören.

Doris Eder

Doris Eder

„WĂ€hle das Leben, damit du lebst.“ Dtn 30,19
Dieser Vers aus dem Buch Deuteronomium ist mir persönlich schon sehr lange wichtig. In meiner Sendung als Volksschullehrerin (die ich zur Zeit in Wien an einer Schule mit Kindern aus vielen verschiedenen LĂ€ndern und Kulturen) ausĂŒbe, ist er mir Wegweiser im Umgang mit den Kindern: Leben freilegen, die StĂ€rken der Einzelnen entdecken und fördern, mit den SchwĂ€chen liebend umgehen, das achtsame und respektvolle Miteinander fördern 

Wenn ich dabei mithelfen und begleiten darf, erfĂŒllt mich das mit Freude und ich fĂŒhle mich sehr nah an unserem Charisma „den Menschen zu helfen, das Ziel ihrer Erschaffung zu erreichen“.

Eder Julia

Julia Eder

Ich arbeite als Gemeindereferentin in einer MĂŒnchner Innenstadtpfarrei. Mir ist es eine große Freude mit den Menschen unterwegs zu sein und mit ihnen Gott zu suchen in allem, was das Leben, aber auch der Tod eines Menschen, so mit sich bringen und bedeuten. Zurzeit darf ich mein Tertiat, das sogenannte „Dritte Jahr“ absolvieren. Es ist fĂŒr mich eine Zeit der geistlichen Vertiefung und einer tieferen Verwurzelung in Gott und unserer Gemeinschaft.

 

Ute Effenberger

Ute Effenberger

Ich bin derzeit die Älteste in der Salzburger Gemeinschaft. Nach 20 Jahren Missionsarbeit im Tschad kam ich 2006 zurĂŒck. Seit 2007 bin ich in Salzburg und kĂŒmmere mich um Haus, GĂ€ste, Garten und Kontakte zur Nachbarschaft. In der Pfarre bin ich im PGR, im Missions- und Sozialkreis und betreue den Pfarrgarten und den Blumenschmuck der Kirche. Ich engagiere mich auch in der Sozialsprechstunde – ein Dienst, der sehr berĂŒhrend ist und mich gleichzeitig mit der großen Not der BedĂŒrftigen konfrontiert.
In den Menschen die Hoffnung stĂ€rken und ihnen den Weg zu wahrem Leben – zur Begegnung mit Gott – ermöglichen, diese Sehnsucht begleitet und fĂŒhrt mich auf meinem eigenen Weg.

Katharina Fuchs

Katharina Fuchs

Ich habe das Handwerk der Musiktherapeutin und der Geistlichen Begleiterin gelernt. Je lÀnger ich mit Menschen arbeite, umso mehr sehe ich: der Handwerker, der die eigentliche Arbeit macht, ist Gott.
Selbst schĂ€tze ich gutes Werkzeug fĂŒr die kleinen Dinge, die im Alltag zu tun sind. Wie fein, ein scharfes Messer oder den genau passenden SchraubenschlĂŒssel gebrauchen zu können!
Das Gebet „Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“, das Franz von Assisi zugeschrieben wird, lĂ€sst mich an eine Werkzeugkiste Gottes denken. Ob sie aufgerĂ€umt ist, nach menschlichem Ermessen? Sicher ist sie in göttlicher Ordnung sortiert, und jedes von uns hat seinen Platz darin.
Ich stelle mir vor, wie Gott an Seiner Schöpfung arbeitet – immer neu, mit uns. Wie Gott aus der Werkzeugkiste auswĂ€hlt – denn jedes von uns hat seine ganz bestimmte Funktion, und Er braucht uns alle – wie Er uns pflegt, uns sorgfĂ€ltig reinigt, vielleicht schĂ€rft, uns manchmal auch mit einem anderen Werkzeug repariert, damit wir weiterhin gut in Seiner Hand liegen und die Arbeit harmonisch vor sich geht, wie jemand beobachten kann, Engel vielleicht.
Und wenn wir selbst nur den Ausschnitt des Geschehens wahrnehmen, von dem zum Beispiel ein Schnitzmesser erzÀhlen könnte? Dass Druck herrscht und SpÀne fliegen mit viel GerÀusch, und immer wieder das Gleiche mit einem passiert, ohne, dass man ein Ergebnis sieht?
Und wenn ich mich darauf konzentriere, wie Gottes Hand mich in diese und jene Bewegung fĂŒhrt? Vielleicht ist das schwungvoll angenehm? Könnte ich achten, wie unterschiedlich ich an verschiedenen Stellen im Holz ankomme, und wie es klingt? Und daran glauben, dass ein Moment der Freude kommt, in dem Gottes Blick mich sehen lĂ€sst: „es ist gut!“?

Veronika Gabriel

Veronika Gabriel

FĂŒr mich ist vielleicht der wichtigste Abschnitt im Evangelium: „Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist. Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden. Gebt, dann wird auch euch gegeben werden.“ (Lk 6, 36 – 38)
Ich möchte Christus zusammen mit Maria folgen und zulassen,dass Sein Geist durch mich wirkt und andere beschenkt. Ich vertraue auf die Vorsehung des barmherzigen Vaters im Himmel, der mir immer rechtzeitig gibt, was ich brauche, um anderen zu helfen.
Ich weiß, dass ich noch weit davon entfernt bin, mein Leben fĂŒr meine Freunde hinzugeben, aber ich versuche, das von Jesus zu lernen.

Dorothea Gnau

Dorothea Gnau

Zur Zeit bin ich in Graz als Seelsorgerin fĂŒr Theologiestudierende tĂ€tig. Zu meinen Aufgaben gehören beispielsweise geistliche Begleitung, Kurse zu Formen christlicher SpiritualitĂ€t und Exerzitien.
Ich möchte die Studierenden dazu ermutigen und dabei begleiten, ihre Begabungen zu entdecken und zu entfalten, der eigenen Sehnsucht zu trauen und so immer mehr ihren ganz eigenen Weg zu suchen und zu finden. RĂ€ume zur Begegnung untereinander, zum gemeinsamen Suchen und Ausprobieren gehören dazu ebenso wie der Raum fĂŒr das ganz persönliche Fragen nach der Beziehung zu Gott zu sich selbst und zu anderen.

Gabriela Hablecker

Gabriela Hablecker

„Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“. (Mt. 6,21)
Diese Bibelstelle begleitet mich seit Jahren. Diese Aussage in der Bibel lĂ€dt mich immer wieder neu ein, innezuhalten und nachzudenken: Was nimmt die erste Stelle in meinem Alltag, in meinem Leben ein? Dieses innehalten und neu ausrichten hilft mir, die wahre innere Freiheit einzuĂŒben. Solche Momente erlebe ich dann als große Gnade und sie geben mir wieder Kraft fĂŒr den Weg in der Nachfolge Jesu.

 

Karla Hasiba

Karla Hasiba

Das Helferinnencharisma, verbunden mit der ignatianischen SpiritualitĂ€t, begleitet mich nun schon ĂŒber 40 Jahre. Seit mehr als 10 Jahren begleite ich als freiwillige Mitarbeiterin des Hospizvereines in Graz Menschen in Heimen, manchmal auch in SpitĂ€lern, in der letzten Lebensphase. Diese Begleitung kann mehrere Jahre dauern, aber auch nur Tage oder Stunden 
 und es sind meistens Menschen, die allein sind. Einige Male im Jahr begleite ich, vor allem in Deutschland, manchmal auch in Österreich, Einzelexerzitien, oft auch in kleinen Gruppen. Einige Menschen wĂŒnschen auch regelmĂ€ĂŸige spirituelle BegleitgesprĂ€che, persönlich, telefonisch oder per Zoom.

Miriam Hörlesberger

Miriam Hörlesberger

Der Aspekt unseres Charismas: Befreiung durch Jesu erlösendes Wirken in Tod und Auferstehung hat meine Lebens- und Glaubensgeschichte bisher geprÀgt. Ohne dieses Wirken Gottes hÀtte ich keinen Halt. Daher sehne ich mich danach, verzweifelten schuldbeladenen Menschen durch meine Erfahrungen zu vermitteln: Jesus hat auch dich befreit durch seine Hingabe und schenkt dir neues Leben und lÀdt dich ein, dieses Geschenk von ihm anzunehmen.
In jeder Begegnung kommt mir Gott in seiner Vielfalt entgegen. Ich möchte aufmerksam dafĂŒr sein und den Schmerz der Grenzerfahrungen ertragen und hingeben fĂŒr uns alle. Möge Gott fruchtbar werden lassen, was ich an Kontaktfreude und anderen FĂ€higkeiten im konkreten Alltag einbringe.

Ilyés Erika

Erika Ilyés

In meinem Leben wirkt Gott in jedem Ereignis, in jedem Erlebnis und in jeder Erfahrung. Seine fĂŒrsorgliche Gegenwart zeigt sich in Allem.
Ich ĂŒbe mich jeden Tag darin, dass ich meine Aufmerksamkeit ganz auf Ihn richte. Er lĂ€sst sich in jedem Dienst, in jedem Gesicht, in jeder Familie, der ich begegne und in jedem GesprĂ€ch finden – sei es ein GesprĂ€ch mit einem Freund/einer Freundin, oder ein geistliches BegleitgesprĂ€ch. Er trĂ€gt mich in seiner Gnade. Ich spĂŒre: es ist gut fĂŒr mich als Ordensfrau zu leben.

Imre EnikƑ

EnikƑ Imre

„Du hast mich verlockt, Herr, und ich ließ mich verlocken.“
Ich habe Ihm geglaubt, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Er hat mein Herz unruhig gemacht, und ich bin unterwegs, Ihn zu suchen. Ihn zu finden ist immer ein Suchen. Wohin soll ich gehen: Er hat Worte des ewigen Lebens.
Der Weg, auf dem ich gehen möchte, ist ein Pilgerweg, ein mĂ€chtiges Abenteuer. Die Einladung, dass ich Seine Botschaft fĂŒr meine Mitmenschen verkĂŒnde, ist eine Herausforderung. Meine Sendung ist ein Risiko, weil Seine Liebe radikal ist, sie bringt alles durcheinander, und verursacht UnverstĂ€ndnis bei den Menschen. Diese Arbeit ist ĂŒbermenschlich, das kann ich nicht ohne Seine liebende Ermutigung ertragen. Aber ich fĂŒrchte mich nicht, weil Er bei mir ist, Er hat es versprochen, bis ans Ende der Welt. Ich bin nicht allein, ich arbeite mit den anderen zusammen, dass sein Reich kommen kann. Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und was in keines Menschen Herz gedrungen ist, hat Gott denen bereitet, die Ihn lieben.
Nimm an, mein Herr, mein Leben, meine Arbeit und alle meine Versuche, damit ich von Dir Zeugnis geben kann!

Eva Jakab

Eva Jakab

„Die SolidaritĂ€t, die die Lebenden und die Verstorbenen miteinander verbindet, kann nicht von jener SolidaritĂ€t getrennt werden, die auf der Erde alle Menschen miteinander verbindet. Erfasst von dieser Bewegung der SolidaritĂ€t, empfangen wir voll Dankbarkeit die UniversalitĂ€t unserer Sendung; wir sind verfĂŒgbar, ĂŒberall hinzugehen, wohin es auch sei.” (Konst. 22)
„Entsprechend dem Wunsch Marias von der Vorsehung, „bei allem Guten mitzuhelfen, was es auch sei”, können wir in die verschiedensten Arbeitsbereiche gesendet werden
” (Konst. 27)

Von Herbst 2010 bis Herbst 2015 lebte ich in Salzburg. Zu meiner Sendung gehörte, dass ich in einem Altersheim alte, kranke und einsame Bewohner besuchte und Krankenkommunion spendete. Ich war auch in der Pfarre und in unserem Haushalt tĂ€tig. Im Herbst 2015 wurde ich nach NyĂ­regyhĂĄza in Ost-Ungarn gesendet. Meine Sendung ist, dass ich vor allem in der Stadtpfarre helfe: ich arbeite vier Mal wöchentlich einige Stunden im PfarrbĂŒro. Ich wurde schon mehrmals eingeladen, einige Religionsstunden fĂŒr andere zu halten, bei den Einkehrtagen in der Schule einen Vortrag zu halten oder ein Zeugnis vom Ordensleben zu geben. Weiterhin habe ich meinen Wunsch vor Augen, dass ich fĂŒr meine alten, kranken und sterbenden NĂ€chsten zur VerfĂŒgung stehe, indem ich im Krankenhaus oder im Altersheim Krankenseelsorge mache. Diese Möglichkeit habe ich jetzt gefunden: gemeinsam mit einem griechisch-katholischen Krankenseelsorger darf ich die Kranken im Krankenhaus von SĂłstĂł besuchen.

Jakabos Adél

Adél Jakabos

„Die Annahme der Befreiung in Jesus Christus bringt Umwandlungen und radikale Umkehr mit sich. In der Hoffnung, daß das Reich Gottes durch diese schmerzlichen Wegstrecken hindurch anbricht, sind wir berufen, uns jenen Menschen und Gruppen zu widmen, die in Situationen der PrĂŒfung und des Wachsens leben.“ (Konstitutionen Art. 19)
Momentan lebe ich in SĂąndominic und arbeite in der Bewegungsförderung. Mir ist es wichtig, dass die Menschen auch in der Phase von Schmerzen und PrĂŒfungen Gottes fĂŒrsorgliche Liebe und spĂŒrbare NĂ€he erleben dĂŒrfen. Ich mache tĂ€glich die Erfahrung, wie großartig der liebe Gott ist, und ich spĂŒre eine immer wachsende Dankbarkeit fĂŒr die Berufung und das Leben, das ich von Ihm erhalten habe.

Regina Kaltenegger

Regina Kaltenegger

„Wir haben keine andere Sicherheit als die GroßzĂŒgigkeit Gottes“ (Konst. Nr 21) – dieser Satz aus unseren Konstitutionen bewegt mich immer wieder sehr tief.
Diese GroßzĂŒgigkeit hat mich schon an die unterschiedlichsten Orte und zu verschiedenen Aufgaben in Österreich, Deutschland, Ungarn und Indien gefĂŒhrt. Ich erfahre sie auch in der Sabbatzeit, die mir nach großen Herausforderungen in den letzten Jahren jetzt gegönnt ist. Ich lebe diese Zeit in der Hoffnung, dass ich einmal sagen kann: Sie war mein „Jobeljahr“, eine „Gnadenzeit des Herrn“ (vgl. Lk 4,19), durch die ich von einigen Fesseln befreit wurde und nun mit einer neuen Perspektive weitergehen kann.
Durch diese Auszeit habe ich auch die Chance, Neues auszuprobieren. Viel Freude macht mir z. B. die Mitarbeit im Verein „Share“, der Lebensmittel gratis weitergibt, die sonst im MĂŒll landen wĂŒrden.

Brigitta Kasper

Brigitta Kasper

König David hat im Psalm 18, 20 bzw. 30 seine Verbundenheit mit Gott so ausgedrĂŒckt: „Er fĂŒhrt mich hinaus ins Weite… Mit dir erstĂŒrme ich WĂ€lle, mit meinem Gott ĂŒberspringe ich Mauern.“
Dieses Bild hat mich geprÀgt.
Jesus Christus ist fĂŒr mich die Zusicherung fĂŒr Gottes Gegenwart in meinem Leben als Helferin. Seine Treue,
seine FĂŒhrung, seine GefĂ€hrtenschaft – durch alles hindurch – waren wichtige Erfahrungen in den verschiedensten Aufgaben meines Lebens.
Ähnlich den Worten von Papst Franziskus kann ich sagen: Voll Dank bin ich fĂŒr meine Vergangenheit, mit Eifer möchte ich in der Gegenwart leben und mit Hoffnung in die Zukunft schauen.

Kedves Rita

Rita Kedves

„Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb
“ (Mk 10,21)
Ich bin tief ĂŒberzeugt, dass jedes Menschenleben in der Suche und im Erleben dieser Liebe seinen Sinn gewinnt.
Meine Sendung erfĂŒlle ich im Rahmen der Stiftung der Helferinnen, wo ich in unterschiedlichen Formen meine UnterstĂŒtzung v.a. fĂŒr suchtkranke Menschen und deren Angehörige anbiete.
Bei meiner Arbeit darf ich GefĂ€hrtin sein fĂŒr Menschen, die viel gelitten haben, die ein erfĂŒlltes, sinnvolles Leben suchen. Ich lerne viel ĂŒber die Hoffnung, ĂŒber die menschliche GĂŒte, ĂŒber die innere Kraft des Menschen, ĂŒber seinen Glauben, ĂŒber die vielfĂ€ltige Gnade Gottes, ĂŒber Seine Liebe und GĂŒte. Ich bin dankbar fĂŒr meine Berufung, fĂŒr die vielen Menschen, die mir auch geholfen haben und heute noch helfen, damit ich auch jeden Tag immer neu das Leben suche und finde, und dafĂŒr, dass ich in dieser Suche auch anderen helfen kann.

Kerekes Izabella

Izabella Kerekes

“Du aber wĂ€hle das Leben” – diese Worte der Bibel sind mir sehr wichtig geworden.
Obwohl ich das Christentum erst als Erwachsene kennengelernt habe, war es eine entscheidende Erfahrung in meiner Kindheit und Jugend, dass ich Gott suche, und Gott mich sucht. Wir treffen uns an unerwarteten Orten, in Krisensituationen und ihren Lösungen, in Krankheit und Heilung, in Heimatlosigkeit und menschlicher Liebe, in Verletzungen und Versöhnung.
Wenn ich das Charisma unseres Ordens lebe – Menschen in schwierigen Situationen begleiten, ihnen helfen, die Chance, die in einer Krise liegt zu ergreifen – ist es mir möglich, aus meiner tiefen Sehnsucht zu leben.
Meine Grundberufung ist zu heilen, das lebe ich derzeit als Psychotherapeutin.
Ich freue mich, dass ich im zivilen Bereich arbeite, wo ich viele Menschen treffen kann, die bewusst oder unbewusst Gott suchen. Ihnen möchte ich helfen, dass sie das Leben wÀhlen.

Christine Klimann

Christine Klimann

Nach 10 Jahren pastoraler Arbeit in MĂŒnchen studiere ich nun in Rom an der UniversitĂ€t der Gregoriana Psychologie. Wir sind eine total internationale Kursgruppe (fĂŒnf Afrikaner, vier Inder, ein Indonesier, drei Lateinamerikaner und vier EuropĂ€er), und ich falle als Frau in Zivilkleidung ziemlich auf (wir sind lauter Ordensleute und Priester). Wir sind als Kursgruppe schon sehr zusammengewachsen und bemĂŒhen uns redlich mit den Herausforderungen zurechtzukommen: das Studium ist auf Italienisch und Englisch und der Arbeitsrhythmus Ă€ußerst dicht. Und trotzdem bin ich (fast) jeden Tag fĂŒr diese Möglichkeit der Horizonterweiterung und den intensiven persönlichen Weg, der damit verbunden ist, dankbar. Ich lebe sehr gern in Rom und in meiner Gemeinschaft, in der wir die InternationalitĂ€t als große Bereicherung und wesentliche Dimension unseres Helferinnenlebens erleben.

Melanie Kluth

Melanie Kluth

„Suchet das Wohl der Stadt, in die ich euch weggefĂŒhrt habe, und betet fĂŒr sie zum Herrn; denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl!“. Diese Aufforderung höre ich oft in meinem Inneren murmeln, wenn ich durch die Straßen Berlins spaziere. Die Kontraste in dieser Stadt, die vielen Hinweise auf ihre wechselhafte Geschichte und vor allem die Gesichter und Stimmen der Menschen lassen mich immer wieder nach meinem Platz als Helferin in ihr fragen. Aktuell ist dieser Platz hauptsĂ€chlich mein Schreibtisch. Von hier aus studiere ich Angewandte Theologie mit dem Ziel, Gemeindereferentin zu werden. An den Wochenenden bin ich als Organistin in unserer Pfarrei tĂ€tig. Und in meiner Freizeit bin ich gerne auf Spurensuche im Berliner Osten unterwegs. Wie haben die verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Systeme die Kultur, das Denken und auch das Christsein auf beiden Seiten der Mauer geprĂ€gt? Ich spĂŒre dabei immer wieder, dass ich „Wessi“ bin. Eine Wessi, die etwas zur Versöhnung, zur gegenseitigen WertschĂ€tzung und zur Einheit beitragen möchte.

Birthe Kröncke

Birthe Kröncke

„Wir entscheiden uns hauptsĂ€chlich fĂŒr jene Menschen, die man vergisst, die in ihrer MenschenwĂŒrde verletzt sind und die die VerkĂŒndigung der Frohen Botschaft am dringendsten brauchen.“ – so lesen wir in unseren Konstitutionen. Frauen, die zutiefst verletzt sind, begegne ich an meiner Arbeitsstelle tĂ€glich. Es sind Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, in die Zwangsprostitution gerieten oder aus Angst vor Zwangsverheiratung aus ihrer Heimat fliehen mussten. Frauen, denen trotz ihrer extremen Lebens– und Fluchtgeschichte auch in Deutschland nicht so einfach ein Bleiberecht zuerkannt wird. Es ist ein langer, mĂŒhsamer Weg bis zur Erlangung eines ordentlichen Aufenthaltstitels – wenn er ihnen ĂŒberhaupt zuerkannt wird. Gibt es eine Frohe Botschaft fĂŒr diese Frauen? Was hĂ€lt diese oftmals stark traumatisierten Frauen am Leben? Was gibt ihnen die Kraft, durchzuhalten und weiter zu kĂ€mpfen? Einmal war ich im GesprĂ€ch mit einer muslimischen Frau. Ich war erstaunt, wie diese Frau ĂŒber ihre Beziehung mit Gott sprach. Trotz des vielen Leids, das sie schon von Kind an im familiĂ€ren Umkreis erfahren hat, hielt sie sich ihr Leben lang am Gebet fest. Das Beten ist fĂŒr sie ein Ort, wo sie zu Gott schreien kann, vor Ihm schluchzen und weinen darf. Ihre leidvollen Erfahrungen haben sie nicht von Gott weggefĂŒhrt, sondern Ihm nĂ€hergebracht. Abends hatten wir in der Gemeinschaft eine stille Anbetungszeit in der Kapelle. Ich war tief berĂŒhrt von der Leidensgeschichte dieser Frau und von ihrem Glaubenszeugnis. Ich spĂŒrte, dass Gott dieser Frau besonders nahe ist, und ich bat um die Gaben der Weisheit, Klugheit und auch der Beharrlichkeit, damit ich diese Frau im komplizierten deutschen Asylverfahren hilfreich unterstĂŒtzen kann.

Carla Leber

Carla Leber

„Wir haben keine andere Sicherheit als die GroßzĂŒgigkeit der Liebe Gottes“ (Konst. 21)
Mit großer Dankbarkeit blicke ich auf mein Leben zurĂŒck. Ich durfte in einem langen Prozess – vor allem durch die Exerzitien – an diese GroßzĂŒgigkeit der Liebe Gottes glauben lernen.
Es ist mir ein tiefes BedĂŒrfnis mitzuhelfen, dass Menschen sich dieser Liebe anvertrauen. Die Gelegenheit habe ich oft, besonders auch jetzt, wo ich zusammen mit zwei Mitschwestern in einem Grazer Pflegewohnheim lebe und dort mit Offenheit auf MitbewohnerInnen und Angestellte zuzugehen versuche.

Waltraud Leitner

Waltraud Leitner

Zusammen mit zwei Schwestern bilden wir eine Gemeinschaft, die in einem Pflegeheim wohnt. Auch mit abnehmenden KrÀften versuche ich auf andere Mitbewohnerinnen zuzugehen, ihnen ein freundliches Wort zu schenken oder ihnen einen kleinen Dienst zu tun.
Es wird mir auch immer mehr bewußt, dass Altwerden eine Aufgabe ist. Alles geht langsamer, die KrĂ€fte nehmen ab und doch erlebe ich jeden Tag als ein Geschenk Gottes, das ich nutzen möchte, um Ihm bewusst entgegenzugehen und mich seiner Hand zu ĂŒberlassen.

Martha Liberda

Martha Liberda

Mein Apostolat in der Altenseelsorge fĂŒhrt mich zu Menschen, die mit ihrem Alter, ihrer Gebrechlichkeit, ihren Krankheiten sehr unterschiedlich umgehen. So habe ich die Möglichkeit, mit GesprĂ€chen, Zuhören, Spazierengehen, Andachten

Freude und Abwechslung in ihr Leben zu bringen. Dies entspricht auch dem Wunsch unserer GrĂŒnderin, bei allem Guten mitzuhelfen, was es auch sei.

Regina Mair

Regina Mair

Die Grunderfahrung meines Lebens ist dass Gott, der „Ich-bin-da” mich trĂ€gt, wachsen lĂ€sst und in Jesus von Nazareth mir Seine persönliche Freundschaft anbietet und mich teilhaben lĂ€sst an seiner Sendung. „Den Menschen helfen, Gott zu begegnen“ (Konst. 25 ) hat mich in 5 LĂ€ndern, 4 Sprachen und 3 Jahrzehnten in unterschiedlichen Aufgaben geleitet. Als Krankenhausseelsorgerin darf ich jetzt Erinnerung und Zeugin der Gegenwart Gottes sein, manchmal auch da, wo sich AbgrĂŒnde im Leben auftun. Bei den Studierenden freue ich mich, dass das Projekt „Deutsch mit Herz“ fĂŒr Migranten und FlĂŒchtlinge ihnen Gelegenheit gibt, sich zu engagieren und im solidarischen Miteinander ĂŒber Grenzen hinweg zu wachsen. Vielleicht ergibt sich in Zukunft auch in Wien wieder die Möglichkeit in geistlichen Programmen Menschen zu ermutigen, sich dem Leben schaffenden Wirken Gottes anzuvertrauen.
Die Frohe Botschaft, die wir empfangen haben, muss weitergegeben werden: Wir empfinden das als dringende Notwendigkeit. Mit unserem ganzen Leben und unserem Wort möchten wir den Menschen helfen, Gott zu begegnen. Wenn wir in Wahrheit verkĂŒnden wollen, dass Gott Vater ist, mĂŒssen wir daran arbeiten, dass zwischen uns und allen Menschen Beziehungen der Liebe und der gegenseitigen Achtung entstehen, damit der absolute Wert aller Menschen, vor allem der Armen und Geringen, anerkannt werde. (Konst. 25)

MihĂĄly MĂĄria

MĂĄria MihĂĄly

„Durch Ihn, mit Ihm und in Ihm“ diese zentralen Worte der Eucharistiefeier sind fĂŒr mich mehr und mehr die zentralen Worte geworden, die meinen Alltag prĂ€gen, ihn umwandeln und umfangen.
Mit Ihm, ja durch Ihn kann ich meinen Alltag und meinen Dienst an meinen Mitschwestern und Mitmenschen in Indien leben, als Oberin, als Verantwortliche fĂŒr die Ausbildung, als Mensch.
Durch Ihn, mit Ihm und in Ihm wird mein Leben reich, abwechslungsreich und mit Sinn erfĂŒllt.

Elisabeth Muche

Elisabeth Muche

Ich will, dass du lebst, höre ich Gott heute rufen.
Es ist sein Jubel und seine Antwort auf mein Seufzen: Ich will leben, ganz.
Gott der mich liebt, hat mir im Leben Jesu zugerufen:
Komm. Komm heraus. Komm, riskiere dich. Komm mit.
Er fĂŒhrt mich – in ein Leben, in dem ich ganz werde.
Ein Leben in Gemeinschaft, Einfachheit und der Unruhe, nicht nur auf meine eigene Stimme zu hören. Ich glaube, dass Gott, indem er Menschgeworden ist, die Freundschaft in uns eingepflanzt hat, ĂŒber alle Grenzen hinweg.
In dieser Freundschaft will ich als Schwester leben.

Hemma Muschick

Hemma Muschick

Ich habe mehr und mehr entdeckt, dass die gemeinsame Dynamik, die sich durch meine verschiedenen Lebensbereiche zieht und alles verbindet, eine tiefe Sehnsucht nach Ganzheit ist, nach FĂŒlle des Lebens, ob ich jetzt Geige spiele oder Menschen in Exerzitien begleite…
Diese tiefe Sehnsucht richtet mich auf Gott aus, den Gott des Lebens, der erschafft, formt, erfĂŒllt. Ich finde mich, wer ich bin, am tiefsten in Beziehung zu Gott. Und es ist diese Beziehung, die wie ein roter Faden durch mein Leben geht und die mich ins Ordensleben gefĂŒhrt hat.

Elisabeth Pamperl

Elisabeth Pamperl

„Den Menschen helfen, das Ziel ihrer Erschaffung zu erreichen“ – eine Kurzbeschreibung des Charismas der Helferinnen, die mich von Anfang an angezogen hat und in der ich mich auch heute noch wiederfinde. Im Laufe der Jahre hat sich mein VerstĂ€ndnis unseres Charismas ausgeweitet, vertieft. Vor einigen Jahren wurde mir bewusst, dass zu diesen Menschen, zu denen wir gesendet werden, auch meine eigenen Mitschwestern gehören. So kann es Zeiten geben, wo nicht der Einsatz nach außen im Vordergrund steht, sondern das Begleiten der eigenen Mitschwestern, die Sorge um ihr Wohl und um das Wohl der Gemeinschaft. Aktuell lebe ich als Oberin der Gemeinschaft in Graz vor allem auf diese Weise meine Helferinnenberufung.

Patka MĂĄria

MĂĄria Patka

„Denn ich, ich kenne meine PlĂ€ne, die ich fĂŒr euch habe – Spruch des Herrn -, PlĂ€ne des Heils und nicht des Unheils, denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.“ (Jer 29,11)
In meinem Leben, so wie auch in meiner Sendung, habe ich immer wieder sehen können, wie dieses Versprechen, wie dieses Geheimnis zum Vorschein kommt:
– wie ein Kind in einer schwierigen Situation wieder vertrauen kann
– wie ein Jugendlicher mit Behinderung das Einfache im Leben wertschĂ€tzen kann
– wie kranke Menschen Jesus als ihrer Heilsquelle, als ihrem Heiland begegnen
– wie in konfliktreichen Situationen Versöhnung möglich ist, wo Neuanfang geschehen kann
– wie

Diese Zusage Gottes ist das, was mich tĂ€glich begleitet und mir Kraft gibt, – auch um Seinen Zuspruch anderen weiter zu bezeugen.

Margarete Pieber

Margarete Pieber

„Wir kommen aus sehr verschiedenen Milieus und LĂ€ndern; wir wollen die Unterschiede achten und uns durch das Annehmen der Werte, die die anderen in sich tragen, verwandeln lassen.“ (Konstitutionen 73)
Mit Staunen habe ich in den Jahren meines Ordenslebens immer mehr wahrgenommen, dass so wirklich Wandlung geschieht und mir Menschen wertvoller werden und ich ihnen.
So lerne ich die Schöpfung mit den Augen Gottes zu sehen und zu lieben und mitzuarbeiten an einer geschwisterlichen Welt.

Angelika Pohn

Angelika Pohn

„Hoffe auf den Herrn und sei stark, hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!“ Psalm 27
Ein großer, schmerzlicher Einschnitt in meinem Leben war der plötzliche Tod meines Vaters als ich 18 Jahre alt war. Eine Hilfe war mir damals bereits mein Vertrauen darauf, dass es einen liebenden Gott gibt, bei dem mein Vater nun geborgen ist. Seit meinem Eintritt in die Gemeinschaft der Helferinnen im Jahr 1999 hat sich die Ahnung, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, dass es eine Verbindung ĂŒber den Tod hinaus gibt, in eine tiefe Gewissheit verwandelt. Die wachsende Beziehung zu Jesus, seine Barmherzigkeit und heilende Kraft, die Erfahrung, dass Versöhnung ĂŒber die Grenzen des Todes hinaus möglich ist, ist ein tragender Pfeiler fĂŒr mein Leben geworden, wofĂŒr ich sehr dankbar bin.

Rosina Sallinger

Rosina Sallinger

„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfĂŒllt.“ 1 Petr. 3,15b

 

 

 

Monika Scheriebl

Monika Scheriebl

Christus hat mich in der Jugendzeit mehr und mehr an sich gezogen. Im nĂ€heren Kennenlernen der Helferinnen spĂŒrte ich, dass dies auch fĂŒr mich ein Weg sein kann. Und er hat mich gerufen! Ich möchte beitragen, dass die Menschen das Ziel ihres Lebens erreichen.
Meine Aufgabe sehe ich nun im geduldigen Annehmen meiner nachlassenden KrÀfte. Immer wieder kann ich auch ein freundliches Wort oder einen aufmunternden Blick denen schenken, die mit mir im Pflegewohnheim wohnen. Eine Prise Humor hilft mir und auch den Anderen oft dabei.

Annemarie Schmid

Annemarie Schmid

Vor ein paar Jahren kam ich von MĂŒnchen nach Salzburg. WĂ€hrend der Coronazeit baute ich mir langsam eine neue ehrenamtliche TĂ€tigkeit auf. Dazu gehört geistliche Begleitung und Exerzitienbegleitung, Deutschunterricht meist online und hie und da Besuche im Altenheim. Dabei ist mir immer wichtig, Gott in den Menschen und Ereignissen zu suchen und zu finden.
Je Ă€lter ich werde, umso wertvoller wird mir jeder Tag. Ich erlebe ihn als Geschenk, das ich nicht einfach unbeachtet liegenlassen möchte. Ähnlich geht es mir beim RĂŒckblick auf mein Leben. Es war nicht immer leicht und es hielt Überraschungen fĂŒr mich bereit, die mich oft, aber nicht immer erfreut haben. Ich habe mich auch nicht immer auf Gott und seine FĂŒhrung ausgerichtet. Und doch erfĂŒllt mich der RĂŒckblick mit Dankbarkeit und Freude, dass ich mein Ja zu seinem Ruf gesagt habe. Und diese Dankbarkeit stĂ€rkt mein Vertrauen auf Seine FĂŒhrung.

Maria SchĂŒtz

Maria SchĂŒtz

„… Wenn wir in Wahrheit verkĂŒnden wollen, dass Gott Vater ist, mĂŒssen wir daran arbeiten, dass zwischen uns uns allen Menschen Beziehungen der Liebe und der gegenseitigen Achtung entstehen, damit der absolute Wert aller Menschen, vor allem der Armen und Geringen, anerkannt werde.“ (Konstitutionen 25)
Ich meine, das ist eine der wichtigsten Aufgaben der Provinzleitung, in der ich als Vizeprovinzoberin mitarbeite: Daran arbeiten, dass zwischen uns Beziehungen der Liebe und der gegenseitigen Achtung entstehen.
Wenn wir untereinander uns um diese Beziehungen mĂŒhen, dann wird es uns auch eher gelingen, sie zu den Menschen, zu denen wir gesendet sind, zu leben.
Noch in zwei andere Richtungen ist es mir wichtig, gute Beziehungen zu pflegen:
In Zeiten des Gebets und der Stille zum dreifaltigen Gott, und zu mir selbst, indem ich meine Gaben lebe, meine Grenzen achte und beides jeden Tag neu aus Gottes liebevoller Hand empfange.

Regina Stallbaumer

Regina Stallbaumer

Den Gedanken unseres Charismas „fĂŒr eine Hoffnung ĂŒber Grenzen hinweg“ habe ich sehr schĂ€tzen gelernt. Ausgehend von der WĂŒrde jedes Menschen ist es mir wichtig Grenzen zwischen Menschen unterschiedlicher NationalitĂ€ten, Generationen, sozialer HintergrĂŒnde etc. zu ĂŒberwinden. So möchte ich bezeugen, dass die Menschheit in der Verbundenheit und im Teilen ihre Vollendung findet – wie es unsere Konstitutionen sagen.

 

Stefanie Strobel

Stefanie Strobel

Nach einer langen Zeit des Dienstes innerhalb der Provinz, zuerst als Novizenmeisterin und im Anschluss als Provinzoberin, lebe ich nun in MĂŒnchen und habe die Aufgabe der Geistlichen Direktorin an der katholischen Journalistenschule, IFP, in MĂŒnchen. Diese Arbeit hat den Bereich der Leitung und der Begleitung. In der heutigen Zeit als Journalist*in tĂ€tig zu sein, ist nicht nur leicht. So ist es, zusammen mit meinen Kolleg*innen, meine Aufgabe, eine werteorientierte Ausbildung anzubieten und den jungen Menschen in Ausbildung zu helfen, ein gutes Fundament fĂŒr ihren zukĂŒnftigen Beruf zu bekommen.

SzabĂł Magdolna

Magdolna SzabĂł

„Die Liebe Gottes, die wir durch nichts verdient haben, ist eine Frohe Botschaft, die in uns den Wunsch nach totaler Hingabe weckt. Wenn wir Jesus Christus nachfolgen, lernen wir, zutiefst in unserem Herzen diese Liebe anzunehmen. Sie ist eine verwandelnde Kraft, die in uns fĂŒr die Vereinigung mit Gott und mit den Menschen öffnet und uns befreit zum Dienen.“ Konst. 35.

 

Utasi Maria

Maria Utasi

„Mitten in der Welt finden wir im Glauben die wirksame Gegenwart Gottes. Wir bemĂŒhen uns, die Werte des Evangeliums zu erkennen, die in den Menschen und Gruppen um uns bereits da sind. Wir glauben, dass jede Kultur die ErfĂŒllung ihrer Werte und ihrer Erwartungen in der neuen Botschaft des Evangeliums finden kann.“
Konst. 24
Derzeit lebe ich in Wien, in einer Stadt, wo Menschen aus verschiedenen LĂ€nder, Kulturen kommen. Ich staune in meiner Arbeit, in meinem Alltag davor, wie sich Gott sichtbar macht in unserer Welt, in verschiedenen Wirklichkeiten, auf verschiedenen Weisen und mit welcher Kraft er uns immer wieder neue Wege öffnet, neue Möglichkeiten gibt, die wir frĂŒher uns nicht vorstellen könnten. Ich glaube, wenn wir mit Vertrauen diese neue Wege und Möglichkeiten, trotz dass sie auch vielleicht Schwierigkeiten oder Leid in sich bergen, annehmen können, werden wir immer mehr seine FĂŒrsorge und Liebe erfahren.

Claudia Valk

Claudia Valk

Mehr und nĂ€her als frĂŒher bekomme ich als RĂ€tin in der Leitung unseres internationalen Ordens Dunkles, SchwĂ€chen, Schmerzliches, Zerrissenheit mit – in den LĂ€ndern, in denen unsere Schwestern leben, in der Kirche, in den Gemeinschaften und bei uns Schwestern. Und gleichzeitig: Wenn ich mir den Globus als ganzen vorstelle, leuchten da ĂŒberall krĂ€ftige Lichter – von unseren Schwestern in hoffnungsgebenden EinsĂ€tzen und Lebensweisen, von Menschen, mit denen sie leben und arbeiten, und anderen. Lichter, die ihre Quelle in einem Großen Licht haben, das die Finsternis nicht erfassen kann (Joh 1,5). Und dann freue ich mich, mit diesen Schwestern zusammen unterwegs zu sein und mit anderen Menschen: nicht in einer Sackgasse, sondern in DurchgĂ€ngen zum Licht, hier schon und dann endgĂŒltig.

Vincze Éva

Éva Vincze

„Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt“ (Jer 31,3) sagt der Herr durch den Propheten Jeremia, und diese Worte finden auch in unseren Herzen Widerhall. Diese Liebe habe ich auch gespĂŒrt, und ich möchte sie den anderen weitergeben.
„Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe“ (Lk 4,18) sagt Jesus im Evangelium nach Lukas. Er berief JĂŒnger in seine Nachfolge, die diese gute Nachricht weitergaben. Jesus ruft uns auch heute, damit wir die gute Nachricht weitersagen.
FĂŒr mich sind jetzt „die Armen“ die benachteiligten Kinder in meiner Klasse. Ich möchte, selber aus der FĂŒrsorge Gottes lebend, sie wieder lĂ€cheln sehen, ihnen Werte geben und sie fĂŒr das Leben erziehen. Es gibt schwere Situationen, ich sehe ihr Leid, kann ihnen aber oft nicht helfen. Ich stehe nur ohnmĂ€chtig da, und betrachte die Last der Kinder. Ich denke in diesen Situationen an Gott, dass er uns genug Kraft gibt und dass er uns nicht verlĂ€sst.
Ich bin nicht alleine, und es gibt mir auch Zuversicht, dass meine Mitschwestern sich auch MĂŒhe geben, um das Leiden der anderen zu vermindern.

Vormair Emese

Emese Vormair

Mehrere Jahre arbeitete ich in der geistlichen Begleitung und Exerzitienbegleitung in Österreich und SiebenbĂŒrgen/RumĂ€nien. Unterwegs mit Studierenden, jungen Erwachsenen und Erwachsenen, die sich zu SeelsorgerInnen ausbilden lassen, suchten und erfuhren wir die kostenlose Liebe und Erbarmen Gottes, die uns immer mehr Mensch werden und erfĂŒllt leben lĂ€sst.
WĂ€hrend eines Jahres in Paris, durfte ich die Kultur unserer GrĂŒnderin kennenlernen, in der sie lebte, betete und sprach. Diese Erfahrung formt mich tĂ€glich bezĂŒglich des Reichtums und der Grenzen der verschiedenen Kulturen, und sie lockt mich immer tiefer in die universelle Sendung von Christus hinein, der fĂŒr mich, fĂŒr uns Mensch wurde und immer wird.
Mit dieser PrĂ€gung stehe ich weiter im Dienst der Begleitung von Menschen, Gott um seine Gnade bittend, daß ich die Botschaft seiner GĂŒte, Treue und seines Friedens durchscheinen lasse.

Ingrid Vorner

Ingrid Vorner

„Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“
(Mt 10,8)

Dieses Wort Jesu leitet mich in meinem Bestreben, zu verkĂŒnden und zu bezeugen, dass Gott der Vater aller Menschen ist, mitzuhelfen dabei, Menschen zu guter, fĂŒr ihre Schwestern und BrĂŒder hilfreicher Mitarbeit im “Weinberg des Herrn” zu befĂ€higen und so mitzuwirken am Aufbau SEINES Reiches.

Anastasia Wimmer

Anastasia Wimmer

Das Charisma unserer Ordensgemeinschaft ermutigt uns Schwester immer wieder, durch die Ausrichtung auf einen grenzenlos liebenden Gott, diese grenzenlose Liebe Gottes fĂŒr alle Menschen, besonders den Menschen, die in Grenzsituationen leben, spĂŒrbar werden zu lassen.
Im Artikel 27 unserer Konstitutionen werden wir aufgefordert: „
 bei allem Guten mithelfen, was es auch sei
 „. In Konst. 29 heißt es dann: „Wir entscheiden uns hauptsĂ€chlich fĂŒr jene Menschen, die man vergisst, die in ihrer MenschenwĂŒrde verletzt sind und die die VerkĂŒndigung der Frohen Botschaft am dringendsten brauchen. Mit unseren apostolischen EinsĂ€tzen versuchen wir, auf die dringendsten universalen Anrufe zu antworten
”
Nach einer pastoralpsychologischen Ausbildung fĂŒr Beratung in der Seelsorge ist jetzt meine Sendung, sehr unterschiedliche Menschen in verschiedenen Situationen und Einrichtungen zu begleiten.
Bei all meinen Erfahrungen in der Begegnung mit Menschen sehe ich sehr deutlich, dass die Welt wirklich Gottes liebevolle Zuwendung benötigt und auch empfĂ€ngt, um leben zu können, durch die Menschen, die sich fĂŒreinander in den Dienst geben und Gottes Liebe und die NĂ€chstenliebe sichtbar machen.
Das so vielfÀltig zu erleben, schenkt mir Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft.

Christl Winkler

Christl Winkler

Meine Lebensthemen
Hoffnung – in allem
Lebensfreude – in allem
Gemeinschaft – in allem
Gott ein Gott des Lebens – in allem
Gott einziger Boden und Sicherheit in meinem Leben
Ich suche und frage immer wieder danach
Und bin eingeladen,
mich immer wieder neu dafĂŒr zu entscheiden.

Maria Wirtz

Maria Wirtz

„Gott, du hast mich mein Leben lang bis hier und jetzt
begleitet und kennst mich, wie du mich gemacht hast und
wie ich geworden bin. Und du liebst mich trotz und mit
alledem. Was ich bekommen habe und was in mir
gewachsen ist, drÀngt mich, es weiterzugeben in
Verbundenheit mit allen vergangenen, gegenwÀrtigen
und zukĂŒnftigen Geschöpfen in deiner Schöpfung,
zu deiner immer noch grĂ¶ĂŸeren Ehre, du Leben, Liebe, Licht, ĂŒber-Alles,
Nichts und alles das nicht sondern noch ganz Anderer.“
Gott im Verborgenen erfahre ich jeden Tag in der Begegnung mit Menschen,
die wieder einen Anschluss an unsere Gesellschaft suchen und fĂŒr die ich in
einer Einrichtung da sein darf. Dabei ist mir wichtig, diesen Menschen
Respekt vor ihren Lebensleistungen zu vermitteln und ihnen Impulse zu geben,
dass sie auf das in ihrem Leben schauen, was Gott – oft von Krankheit und
anderen Defiziten ĂŒberlagert – an Sehnsucht und Lebenssinn in sie hineingelegt
hat und wo sie mehr sind als das verzerrte Bild, das sie von sich selbst haben.